Gradwohl zu Antibiotika: Umdenken JETZT! Aktuelle Antibiotikaskandale sind schärfstens zu verurteilen und strengstens zu ahnden!

Wien (SK) "Der heute bekannt gewordene Skandal um 23 Schweinebauern in der Steiermark und 28 Betriebe in Niederösterreich, die im Verdacht stehen ihren Tieren Antibiotika und Hormone ins Futter gemischt zu haben, beweist neuerlich, dass die österreichische Landwirtschaftspolitik unter ÖVP-Führung auf dem falschen Weg ist", betonte heute SPÖ-Agrarsprecher Heinz Gradwohl gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Es bekräftige vor allem den Verdacht, dass der Bauernbund zu wenig gegen schwarze Schafe in den eigenen Reihen unternimmt. Sollte sich dieser Verdacht tatsächlich bestätigen, so sei das Fleisch der betroffenen Betriebe unverzüglich vom Markt zu nehmen und auch über die Bauern sind strenge Strafen zu verhängen, so Gradwohl. ****

Die Kontrollkompetenzen - und damit die Verantwortung lägen - im konkreten Fall sowohl bei ÖVP-Landwirtschaftsminister Molterer als auch bei FPÖ-Gesundheitsminister Haupt. Die SPÖ fordere seit Monaten eine Bereinigung des "Kompetenz-Wirr-Warrs" zwischen den beiden Ministerien um endlich wirksame Kontrollen im Sinne er KonsumentInnen und der ökologisch und tierfreundlich arbeitenden Betriebe durchführen zu können. Der aktuelle Fall in der Steiermark sei ein weiteres Beispiel, dass eine Neuregelung schnellstens durchzuführen ist, betonte Gradwohl.

Kritisiert wird vom SPÖ-Landwirtschaftssprecher auch, dass die Beratungen der Landwirtschaftskammern augenscheinlich noch immer nach dem Slogan "Masse statt Klasse" ablaufen. Vielmehr sollte das Augenmerk auf Bewusstseinsbildung und Aufklärung betreffend artgerechter Haltung und Aufzucht liegen und damit auch den Wünschen der KonsumentInnen nach natürlichen und gesunden Lebensmitteln entsprechen. Die SPÖ fordert seit langem ein Agrarförderungssystem, das die biologische Landwirtschaft besonders fördert und abgeht von der derzeit geltenden Bevorzugung von großen und größten Betrieben.

"Ich fordere auch den steirischen Landwirtschaftskammerpräsidenten dringend auf, diesen Fall nicht nur zu Wahlkampfzwecken zu benützen sondern sich tatsächlich für eine Anhebung der Strafen und verstärkte Aufklärungsarbeit einzusetzen. Es ist aufgrund der BSE-Krise und der aktuellen Antibiotika-Skandalen dringend notwendig, die österreichische Landwirtschaftspolitik grundlegend zu überdenken und endlich die Weichen für das neue Jahrtausend zu stellen. Auch die Mehrheit der Interessensvertretung muss sich den neuen Herausforderungen stellen und ihr antiquiertes System zu erneuern", betonte Gradwohl abschließend. (Schluss) ml/mm

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