Bures zu BSE: Regierung kommt ihrer Informationspflicht nicht nach - Verunsicherung steigt

Wien (SK) "Nachdem nun auch in Österreich in der Folge der BSE-Krise die Verunsicherung der Konsumenten enorm gestiegen ist, ist es äußerst befremdend, dass die Bundesregierung immer noch nichts zum Schutz der Konsumenten unternimmt und dass sie bestenfalls halbherzige Maßnahmen gegen BSE setzt", kritisierte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures am Freitag. So sei der Konsum von Rindfleisch seit der erste, glücklicherweise unbegründete BSE-Verdacht in Österreich aufgetaucht ist, stark zurückgegangen. "Mit der Bitte, dass man bei der Berichterstattung etwas zurückhaltender sein sollte, wie von Landwirtschaftsminister Molterer geäußert, kann man eine derart tiefgehende Krise nicht lösen", so Bures gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin wies auf die Forderungen der SPÖ hinsichtlich BSE hin. So solle das Fütterungsverbot von Tiermehl für alle Nutztiere auf unbefristete Zeit verlängert werden. Derzeit gilt dieses Verbot nur bis 30. Juni. Die Futtermittelkontrolle müsse verbessert und verstärkt werden. Für alle Rinder soll eine Gendatenbank eingerichtet werden. Bei allen Entscheidungen soll volle Transparenz gelten, die Mittel für die Erforschung von BSE müssen bereitgestellt werden, Tiermehl dürfe nicht mehr als Dünger verwendet werden und Futtermittel müssen endlich einer Kennzeichnungspflicht unterworfen werden. Außerdem müsse die Zuständigkeit für die Futtermittelkontrolle vom Landwirtschaftsministerium in das Gesundheitsministerium wandern.

Bures wies in diesem Zusammenhang auf die Broschüre "BSE - Tipps für Konsumenten" hin. In dieser Broschüre seien wertvolle Ratschläge enthalten, bei welchen Rindfleischprodukten Vorsicht angebracht ist, welche Produkte nur gering bedenklich und welche unbedenklich sind. "Die SPÖ hat diese Broschüre erarbeitet, nachdem die Regierung die Konsumenten im Unklaren lässt", unterstrich Bures. Diese Broschüre wird am 27. Jänner an einem Aktionstag der SPÖ österreichweit auf Märkten und Einkaufszentren verteilt und kann telefonisch unter 07114 992000 gratis bestellt werden. (Schluss) ns

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