Gutes Wirtschaften nicht bestrafen

LH Sausgruber: Rücklagen der besser wirtschaftenden Gebietskrankenkassen nicht antasten

Bregenz (VLK) - Landeshauptmann Herbert Sausgruber erteilt Überlegungen des Hauptverbandes der Sozialversicherungen, Rücklagen der Gebietskrankenkassen abzuschöpfen und diese defizitären Krankenversicherungsträgern zuzuführen, eine
klare Absage: "Wer gut wirtschaftet, soll nicht bestraft
werden". ****

Bisher zahlte jede Gebietskrankenkasse 1,4 Prozent seiner Beitragseinnahmen in einen Ausgleichsfonds ein. Dieser
Prozentsatz wurde mit Beginn dieses Jahres auf zwei Prozent angehoben. Mit diesem Fonds werden defizitäre Krankenversicherungsträger subventioniert. Die gesunde
Vorarlberger Gebietskrankenkasse (VGKK) zahlt somit jährlich
statt bisher gut 50 Millionen Schilling (3,6 Millionen Euro)
mehr als 80 Millionen Schilling (5,8 Millionen Euro) in
diesen Fonds. Darüber hinaus sollen die Rücklagen der VGKK teilweise abgeschöpft werden. Diese betragen rund 1,4
Milliarden Schilling (gut 100 Millionen Euro) und sind zum
Teil als Vorsorge für Notfälle gedacht. "Es kann nicht sein,
das man jene Krankenkasse, die gut wirtschaftet, dafür
bestraft, indem man ihr die Rücklagen wegnimmt, um damit dann
jene zu 'belohnen', die Verluste machen", stellt
Landeshauptmann Sausgruber klar.

Wieland Rainer, Obmann der VGKK, betont, dass ein
Abschöpfen der Rücklagen auch zu einer Verschlechterung des Leistungsangebots führen kann: "Derzeit sind wir in puncto Leistungsangebot österreichweit führend. Wenn nun ein Angriff
auf unsere Mittel erfolgt, wäre diese hohe Niveau in der Gesundheitsversorgung gefährdet." Rainer sieht keinen Sinn in
den derzeitigen Überlegungen des Hauptverbandes. Damit würde
man nur "die Starken schwach, aber gleichzeitig die Schwachen
nicht stark machen".

Durch eigenen Gesundheitsfonds hohes Niveau absichern

Landeshauptmann Sausgruber bringt in die österreichweite Diskussion noch einmal den Gedanken eines Gesundheitsfonds
ein, der nicht nur für die Spitäler länderweise, sondern für
die gesamte gesundheitliche Versorgung zuständig sein soll:
"Wir würden uns davon Synergieeffekte erwarten, die dem
Patienten zugute kommen können."
(tm,nvl)

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