AK Test: Genau lesen und viel rechnen bei Hotelbuchung per Mausklick

Wien (AK) - Die Preisunterschiede bei der Buchung ein- und
desselben Hotels per Internet, Katalog oder über einen Reiseveranstalter sind beträchtlich. Im Schnitt kann der einwöchige Städte-Urlaub für zwei Personen um mehr als die Hälfte teurer kommen. Das zeigt ein aktueller Preisvergleich der AK-Konsumentenschützer für eine Urlaubswoche für zwei Personen bei 36 Hotels in europäischen Hauptstädten. Das Ergebnis: Am billigsten kommt sehr oft die Buchung über einen Reiseveranstalter. Direktbuchungen bei Hotels lohnen sich kaum, Konsumenten zahlen dabei häufig einige Tausender mehr. Wer sein Zimmer online bestellt, findet im Internet die meisten Angebote und auch sehr viele Spezialpreise und -packages. Aber: Schnäppchenjäger brauchen viel Geduld und dürfen sich nicht auf ein bestimmtes Hotel oder eine bestimmte Reisezeit versteifen. Außerdem müssen sie viel rechnen, da meist keine genauen Endpreise angegeben sind - oft ist das Frühstück nicht im Preis enthalten ebenso wenig wie Umsatzsteuer oder sonstige Gebühren. ****

Schon wieder urlaubsreif? Wer nach Berlin, Paris, London, Stockholm, Madrid oder Rom reisen will, muss je nach Buchungsart mit unterschiedlichen Preisen rechnen. Das zeigt eine aktuelle AK-Preiserhebung. Überprüft wurde, was eine Woche für zwei Personen samt Frühstück kostet, wenn per Internet, Katalog oder direkt im Hotel gebucht wird. Verglichen wurden die Preise von insgesamt 36 Hotels in europäischen Hauptstädten.

Preisunterschiede beträchtlich
Die Preisunterschiede sind enorm, wenn das Hotelzimmer online, direkt im Hotel oder beim Reiseveranstalter gebucht wird. Im Schnitt kann das Zimmer um mehr als die Hälfte teurer kommen. Das Ergebnis: In zwei Drittel der Fälle - 22 der 36 Hotels - hatten die Kataloganbieter das billigste Angebot. Bei 12 Hotels waren die Online-Anbieter am günstigsten. Nur zwei Mal war die Buchung direkt im Hotel am billigsten.

Einige Preisbeispiele
Hotel/Stadt Preise in Schilling samt Frühstück Unter-

Online Katalog Hotel schied Holiday Inn Garden Court/Berlin 9.111 14.440 12.066 59% Hotel Ibis Berlin Mitte/Berlin 4.475x) 6.440 5.319 44% K&K Hotel George/London 30.527 16.700 20.084 83% Hotel Royal National/London 9.002 9.040 13.175 46% Castellana Intercontinental/Madrid 19.115 10.660 24.034 126% Hotel Tryp Capitol/Madrid 8.891x) 10.860 14.711 66% Hotel Brasile/Rom 10.669 8.200/18.360 9.949 124% Hotel Montecarlo/Rom 9.335 7.520 9.949 40% Scandic Sjöfartshotellet/Stockholm 19.481 13.100 21.412 64% Scandic Hotel Malmen/Stockholm 18.149 15.120 19.109 26% Hotel Merryll/Paris 8.766 5.000 5.790 75% Hotel France Eiffel/Paris 10.095 9.480 11.601 22% x) ohne Frühstück

Online: Viele Angebote
Die Internet-Anbieter warten mit zahlreichen Angeboten, Spezialpreisen und
-packages auf. Viele dieser Angebote sind gar nicht im Katalog. Die Vielfalt im Web kann den Verbraucher auch überfordern. So hat zB der Anbieter expedia.de bei der AK-Abfrage für eine Woche Aufenthalt in London 335 Hotels ausgewiesen.

Konsumenten können im Web auch zum einen oder anderen Schnäppchen kommen, müssen aber sehr geduldig sein. Zeitaufwendige Recherchen sind notwendig, und Surfer dürfen sich auch auf kein bestimmtes Hotel oder eine bestimmte Reisezeit versteifen.

Preise undurchsichtig
Viel rechnen muss der Internetuser, wenn er sein Hotel per Mausklick bucht, sagen die AK-Konsumentenschützer. Einige Anbieter haben die Preise ohne Frühstück, Umsatzsteuer oder sonstigen Gebühren angegeben. Informationen darüber sind nur sehr schwer zu finden und oft fehlt auch die genaue Höhe der Zuschläge und Nebengebühren.

Wird beim Reiseveranstalter gebucht, geht es freilich einfacher. Die Komplettpreise sind im Katalog leichter herauszufinden.

Wechselkursrisiko beachten
Bei einigen Internet-Anbietern wird in Fremdwährung bezahlt. Dabei sollen Surfer auf das Wechselkursrisiko - hauptsächlich bei den amerikanischen Anbietern durch die Verrechnung in US-Dollar - achten.

Mehr Sicherheit
Die AK-Konsumentenschützer warnen: Die Konsumenten haben bei einer Online-Buchung weniger Schutz als bei einer "herkömmlichen" Buchung. Sie können zwar im Heimatland klagen, aber es ist nicht sicher, dass auf den Vertrag auch das österreichische Recht anwendbar ist.

Tipps der AK-Konsumentenschützer bei Online-Buchungen
+ Vergewissern Sie sich, dass es sich um einen Endpreis samt aller Steuern und sonstiger Nebenkosten handelt.
+ Zahlen Sie mit Kreditkarte im Internet, dann wechseln Sie zu "sicheren Seiten", die die Datenweitergabe verschlüsselt vornehmen. + Drucken Sie Ihre Bestellung und Buchungsbestätigungen aus oder speichern Sie diese ab.
+ Achten Sie auf das Kleingedruckte, das nicht immer leicht zu finden ist. Drucken Sie es aus.

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