RASINGER WARNT VOR FALSCH VERSTANDENER LIBERALITÄT IN DER DROGENFRAGE

Wien, 18. Jänner 2001 (ÖVP-PK) Als ÖVP-Gesundheitssprecher und als Arzt werde ich meiner Partei aus medizinischen Gründen empfehlen, die erlaubte Grenzmenge an persönlich mitgeführtem Heroin auf drei Gramm Reinsubstanz zu senken. Denn wenn wir das nicht tun, werden wir weiter menschliche Tragödien produzieren. Wir müssen aufhören, mit medizinischen Argumenten etwas zu verniedlichen, was nicht zu verniedlichen ist. Das erklärte ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger heute, Donnerstag, im Plenum des Nationalrats.****

"Nach Auskunft der Wiener Polizei ist die Drogenszene aktiver denn je, droht auszuufern und zu kippen. Mit einer hohen Grenzmenge wird die Kleindealerei quasi erlaubt. Dies ist umso bedenklicher, da gerade die im Einstiegsalter von 14 bis 16 Jahren labile Jugend leichter zum Drogenkonsum verführt wird. Das ist eine falsch verstandene, gefährliche Liberalität", warnte Rasinger.

"Wir sind in Österreich gut beraten, in der Drogenfrage auf der konsequenten Regierungslinie zu bleiben, Drogen zu ächten und Drogenhandel (auch Kleinhandel) polizeilich zu verfolgen. Dies ist im Wiener Drogenkonzept auf Druck der ÖVP ebenfalls verankert. Das ist kein Widerspruch zum ebenfalls von der VP/FP-Koalition vertretenen Standpunkt, 'Therapie statt Strafe' bei schon Süchtigen, so der Gesundheitssprecher weiter.

In der Schweiz, die in dieser Problematik einen Zick-Zack-Kurs gefahren ist, gibt es doppelt so viele Heroinabhängige wie bei uns. Holland, das in der Drogenfrage immer bekannt liberal vorgegangen ist, ist auf Grund negativer Erfahrungen deutlich restriktiver geworden. "Wir sollten in Österreich daher bei unserer Linie bleiben, konsequent gegen die Drogengefahr vorzugehen und der Exekutive die Möglichkeit zu geben, gegen Drogenhandel wirksam vorzugehen", ist Rasinger überzeugt.
(Schluss)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK/ÖVP-PK