GPA: Regierung behindert sinnvolle Weiterentwicklung der Sozialversicherungen

Vorgaben bei Verwaltungskosten wirken kontraproduktiv

Wien (GPA/ÖGB). "Die Beschäftigten der Österreichischen Sozialversicherung bekennen sich zur Weiterentwicklung dieser für die soziale Sicherheit der Bevölkerung so wichtigen Institution zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen, in dem die Kundeninteressen im Vordergrund stehen", erklärt der Vorsitzende der Sektion Sozialversicherung in der GPA, Christian Dvorak, anlässlich einer Sitzung des Sektionspräsidiums.++++

"Anstatt jedoch optimale Bedingungen dafür zu schaffen, dass die Modernisierung der Verwaltungsabläufe optimal weitergeführt werden kann, gefährdet das Einfrieren der Verwaltungskosten wichtige Projekte sowie die Qualität der Leistungen", erklärte Dvorak.

Jeder wisse, dass die finanziellen Probleme der sozialen Krankenversicherungen nicht in den zu hohen Verwaltungsausgaben lägen, trotzdem versuche die Regierung ständig, dies der Bevölkerung einzureden. Aus der Privatwirtschaft ist etwa bekannt, dass für Fusionen und Großprojekte zunächst mehr Geld in die Hand genommen werden müsse. Anstatt jedoch optimale Grundlagen für eine echte Verwaltungsreform zu legen, kommen von der Politik völlig untaugliche, populistische Ideen, wie der jüngste Vorstoß von FPÖ-Klubobmann Westenthaler, den Arbeitskräftemangel im IT-Bereich über das Abziehen von EDV-Kräften aus der Sozialversicherung zu lösen, oder die Forderung nach Abschaffung des Hauptverbandes.

"Die Beschäftigten der Österreichischen Sozialversicherung haben kein Interesse an Bürokratie und Verkrustung und wollen moderne Dienstleistungen für die Versicherten anbieten. Sie fordern daher die Regierung auf, die dafür notwendigen Vorkehrungen zu treffen", so Dvorak abschließend. (lu)

ÖGB, 18. Jänner 2001
Nr. 035

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Telefon: 01/313 93-511 DW oder 0676 / 817 111 511

Mag. Martin Panholzer

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB