Hausapotheken: Gesetzestext entspricht nicht der Vereinbarung Apotheker-Ärzte

Ministeriumsentwurf gefährdet bestehende Apothekenbetriebe

Wie (OTS) - Der vorgestern mit den Ärzten vereinbarte Kompromiss
in Sachen ärztliche Hausapotheke findet sich im Gesetzesentwurf, der nunmehr vom Ministerium an das Parlament übermittel wurde, in zwei wesentlichen Punkten nicht wieder. Das stellt heute die Österreichische Apothekerkammer fest. Der Gesetzesentwurf soll heute im Gesundheitsausschuss des Nationalrates behandelt werden

Vorgestern Dienstag wurde spät in der Nacht, nach stundenlangen Verhandlungen, eine Übereinkunft von Ärzten und Apothekern über die zukünftige Abgrenzung öffentlicher Apotheken und ärztlicher Hausapotheken unterzeichnet. Bei der Unterzeichnung war Staatssekretär Waneck anwesend.

Es ist der Ärztekammer offensichtlich gelungen, im Gesetzestext, der nun dem Parlament übermittelt wurde, massive Abänderung gegenüber der Übereinkunft zu Gunsten der Ärzte unterzubringen.

Durch den nun vorliegenden Gesetzesentwurf kommt es u.a. zu einer derartigen Verschlechterung, dass selbst bereits bestehende Apotheken in ihrer Existenz gefährdet werden.

Der nunmehrige Gesetzesentwurf ist umso unverständlicher, als er die ärztliche Hausapotheke gegenüber der öffentlichen besser stellt. Der Gesetzesentwurf missachtet damit nicht nur die Vereinbarung von vorgestern sondern auch das Erkenntnis des VFGH von März 1998. Das Erkenntnis nennt die Hausapotheke ein "Surrogat" und legt den Vorrang der öffentlichen Apotheke bei der Arzneimittelversorgung fest.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat der Ö. Apothekerkammer,
Tel.: 01/404 14/600

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | APO/OTS