LSth. Gorbach: Zufahrt nach Gargellen muss gesichert werden

Schaffung einer Umleitungsmöglichkeit wegen möglicher Bergsturzgefahr an der B 192

Gargellen (VLK) - Um der Gefahr einer Sperre der
Gargellener Straße (B 192) vorzubeugen und die Zufahrt nach Gargellen - vor allem mit Blick auf die kommende Wintersaison
- auf jeden Fall sicherzustellen, wird ein bestehender
Forstweg als Umleitungsmöglichkeit ausgebaut. Laut Straßenbaureferent Landesstatthalter Hubert Gorbach wird
dieses Projekt auf Grund der Dringlichkeit sofort in Angriff genommen: "Die erforderlichen Rodungen sind schon fast abgeschlossen, die Bauarbeiten starten voraussichtlich
übermorgen, Mittwoch." ****

Die Gargellener Straße ist beim Mäßtobel durch einen
Felssturz von etwa 700.000 Kubikmeter Gestein bedroht. Seit Pfingsten 1999 wurden wieder größere Bewegungen festgestellt. Diese betragen derzeit ca. einen Zentimeter pro Tag und lagen während der starken Niederschläge der vergangenen Tage sogar deutlich darüber. Landesstatthalter Gorbach: "Sollten diese Bewegungen noch zunehmen, dann besteht akute Bergsturzgefahr
und wir müssten die Bundesstraße sperren. Auch wenn nur ein
Teil des Gefährdungspotenzials abgehen würde, wäre die bundesstraße mit Sicherheit meterhoch vermurt. Dadurch wäre Gargellen nicht mehr erreichbar." Gorbach weiter: "Die
Bedeutung und Wichtigkeit von tauglichen Straßenverbindungen
wurde ja gerade nach den Katastrophenereignissen zu Pfingsten letzten Jahres wie zum Beispiel in Brand in dramatischer
Weise vor Augen geführt".

Um es nicht soweit kommen zu lassen, wird nun Vorsorge für
eine geeignete Umleitungsmöglichkeit im Falle eines
Ereignisses getroffen. Auf einer Länge von etwa 400 Metern
wird ein bestehender Forstweg verbreitert, um gegebenenfalls
als taugliche Verkehrsverbindung nach Gargellen zur Verfügung
zu stehen. Diese Arbeiten sind nur ein erster Schritt, in
weiterer Folge muss der bestehende Weg teilweise neu
trassiert werden, da im Bestand Steigungen von bis zu 25
Prozent vorhanden sind.

Die Bauarbeiten für den ersten Abschnitt wurden an ein heimisches Unternehmen vergeben und sind mit fünf Millionen Schilling (363.000 Euro) veranschlagt. Wegen ihrer
Dringlichkeit muss mit den Arbeiten sofort begonnen werden,
obwohl hinsichtlich der Finanzierung noch nicht alle Fragen
geklärt sind, so Gorbach: "Wir werden im Herbst nochmals mit
den zuständigen Stellen im Bundesministerium für
Infrastruktur verhandeln. Sollte es zu keiner Einigung
kommen, werden die Kosten aus dem Erhaltungsbudget gedeckt." (gw/tm,nvl)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Redaktion/Chef vom Dienst
Tel.: 05574/511-20137
Fax: 05574/511-20190
Hotline: 0664 625 56 68 oder 625 56 67
email: presse@vlr.gv.at
http://www.vorarlberg.at

Landespressestelle Vorarlberg

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVL/NVL