Gewerbeverein: Hat ORF ein moralisches Anrecht auf Gebühren?

Wien (OTS) - Der ORF hat einen öffentlich-rechtlichen Auftrag. Um diesen zu erfüllen gibt es verschiedenste Gremien, die stark von Ministersekretären durchsetzt sind. Sie hätten den Auftrag, die Gesetzeskonformität des Unternehmenshandelns sicherzustellen, so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV).

Es bedarf erst einer Zeitung, etwa dagegen zu klagen, dass die Werbemethoden des ORF, konkret Unterbrecherwerbung, Product Placement und nicht gekennzeichnete Werbung unter dem Deckmantel Sponsoring mehr als bedenklich sind. Dass der ORF überhaupt in die Nähe derartiger Verdächtigungen gerät, ist für ein öffentlich-rechtliches Unternehmen alleine schon sehr peinlich. Immerhin gibt es ja eine Finanzierung etwa zur Hälfte über Zwangsgebühren. Nicht nur dass der ORF sein Programm an den Bedürfnissen von 12jährigen ausrichtet (Taxi Orange, Millionenspiel, etc.), glaubt er auch die arbeitsscheue Spaßgesellschaft zum Exzess treiben zu müssen - doch das geht eben nur beim Privatfernsehen.

Neueste Blüte: Weil Arbeiten Leid hervorrufen muss, bekommt man einen Tag Befreiung von dieser Fron, in dem ein ORF-Mitarbeiter den Job statt des glücklichen Gewinners ausübt - Arbeiten muss demnach -öffentlich-rechtlich definiert - furchtbar sein. Viermal in der Woche werden die anderen Arbeitsleidenden via ORF mit der sehr theoretischen Hoffnung beglückt, in einer der Formen des Lottos künftig ein möglichst arbeitsfreies Leben zu führen - Arbeiten muss demnach - öffentlich-rechtlich definiert - furchtbar sein. Öffentlich-rechtlicher Auftrag bedeutet somit für den ORF:

- Schulung, wie man im Leben etwas erreicht, ohne sich anzustrengen.

- Den aufwendigen Betrieb dadurch finanziell aufrechtzuerhalten, indem man agiert, wie Privat-TV. Warum es dann keine sagenhaften Gewinne gibt, bleibt verborgen.

- Das Niveau auf möglichst niedriges Niveau zu setzen. Besonders aktiv wird der ORF - verglichen mit allen anderen in- und ausländischen Medien, wenn es darum geht die Unabhängigkeit anderer TV-Anstalten, wie etwa dem tschechischen Fernsehen zu wahren. Hier sind ja Experten am Werk. Immerhin stellt je eine der drei großen politischen Parteien in Österreich einen Chef vom Dienst für die ZiB 1 - das sind aber keine Politkommissare Kartellrechtler Walter Barfuß brachte es auf den Punkt: Kann es auf Dauer wirklich so sein, dass der ORF sich selbst reguliert? Konkurrenz ist angesagt!

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