Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik protestiert gegen geplante Auflösung von Abteilungen der Kunstsektion

Wien (SK) Einen weiteren Schlag ins Gesicht der österreichischen KünstlerInnen und Kulturschaffenden bedeutet nach Ansicht des Vizepräsidenten der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik, Josef Kirchberger, die Absicht, zwei Abteilungen der Kunstsektion aufzulösen, ohne diese zu informieren. Eine geplante Neuordnung sieht eine bisher nicht vorhandene Budgetabteilung vor. "Nachdem die Budgets schon jetzt auf ein unerträgliches Maß gekürzt wurden, werden die zwei wichtigen Bereiche der Kinder- und Jugendliteratur sowie der Film- und Medienkunst zerschlagen. Und das allem Anschein nach deswegen, um eine Camouflage für bisherige und geplante Einsparungen vorzunehmen", so Kirchberger. ****

Es sei bedenklich, dass gerade Abteilungen, die sich einerseits auf Unterstützung und Förderung zeitgemäßer Kunstformen (Film und Medien) und andererseits per Definition in die Zukunft wirken (Kinder- und Jugendliteratur) und die sich als äußerst sinnvoll erwiesen haben, von derartigen Maßnahmen betroffen sind. Zusätzlich dränge sich der Verdacht auf, dass bei solchen Umstrukturierungen parteipolitisches Interesse und nicht sachpolitische Motivation ausschlaggebend sein könnte - um die Abteilungsleiter, die noch aus der sozialdemokratischen Ägide stammen, abzulösen und eine neue Abteilung mit einem der neuen Regierung genehmen Beamten zu besetzen.

Die Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik protestiert auf das Heftigste gegen derartig hastige Aktionen, die kontraproduktiv sind, parteipolitisch motiviert scheinen und dem Ansehen Österreichs nur schaden können. (Schluss) se

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