Lackner: Verschuldensunabhängige Patientenentschädigung ist Wanecks kreativlosester Wurf

Patienten zahlen für ihre eigene Sicherheit

Wien (SK) "Die Einführung einer verschuldensunabhängigen Patientenentschädigung ist auch für die SPÖ ein wichtiges Anliegen", konstatiert SPÖ-Gesundheitssprecher Manfred Lackner", "aber nicht in der Art und Weise wie es sich Waneck vorstellt", ergänzt Lackner. Für die seit Anfang Jänner wirksame Regelung sind noch viele Details offen. Unter anderem ist vollkommen unklar, in welchen Fällen, nach welcher Prüfung, welche Beträge an Patienten ausbezahlt werden sollen. Für Lackner steht fest, dass damit eine Regelung in die Welt gesetzt wurde, ohne die dafür notwendigen Richtlinien zu setzen. ****

Kritik übt Lackner vor allem an der Finanzierung der verschuldensunabhängigen Patientenentschädigung, bei der die Patienten zehn Schilling pro Spitalstag in den Fond einzahlen. Weder die öffentliche Hand noch Ärzteversicherungen beteiligen sich daran. Dazu komme noch, dass es Unterschiede bei der finanziellen Beteiligung zwischen Sonderklasse und Patienten der allgemeinen Gebührenklasse gebe. Wer sich eine Privatversicherung nicht leisten kann, zahlt für seine Sicherheit, Länge mal Breite. Diese Maßnahme gehe voll zu Lasten der Patienten," meinte der Gesundheitssprecher.

Das von Waneck konstruierte Modell zur Patientenentschädigung ist laut Lackner vergleichbar mit einem Beitrag, den ein Fußgänger für die Eventualität, dass er einmal von einem Autofahrer angefahren wird, zu leisten hat, um dann eine Entschädigung zu erhalten.

Damit habe, so Lackner, Waneck seinen kreativlosesten Wurf gelandet. Anstatt den Patienten die Sicherheit zu geben, ihnen im Bedarfsfall zu helfen, hat dieser Vorschlag den Zweck, eine weitere Ärzteversicherung zu schaffen, die von den Patienten bezahlt wird. (Schluss) se/mm

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK