Maier: Amtliche Punzierung wird aufgehoben! Schmucksteuer kommt!

Zahlen müssen die KonsumentInnen

Wien (SK) Echte Sicherheit für SchmuckkäuferInnen und Beschenkte wird es in Zukunft nur mehr verbunden mit erheblichen Kosten geben. Denn ob etwa der Verlobungsring oder die Eheringe "echt" sind, muss der Käufer ab nun selbst prüfen lassen, nachdem FPÖ-Finanzminister Grasser die bewährte amtliche Punzierung per 1. April 2001 auflöst, betonte heute SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier. ****

Dem Etikettenschwindel sei damit Tür und Tor geöffnet. Das staatliche Punzierungssystem für Edelmetall und Edelmetallgegenstände habe in erster Linie dem Schutz der Händler, Erzeuger und KonsumentInnen gedient. "Die Abschaffung bedeutet also letztendlich weniger Sicherheit für alle, was in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage vom FPÖ-Finanzminister auch von diesem bestätigt wurde", erklärte Maier gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Anstelle der Punzierung soll die "Verantwortlichkeitspunze" für Edelmetalle kommen, die nicht mehr von unabhängigen Dritten vergeben wird, sondern vom Hersteller oder Inverkehrbringer selbst. "Käuferinnen und Käufer sind daher in Zukunft ganz vom Hersteller oder Händler abhängig", so Maier.

Die Hauptkritikpunkte Maiers kurz zusammengefasst:

Selbstzertifizierung - Verantwortungspunze muss bezahlt werden, dazu kommt noch die Punzierungskontrollgebühr, die als "Schmucksteuer" zu sehen ist.

Nur staatliche Punzen sind in Europa anerkannt - österreichische Hersteller benötigen beim Export in Zukunft eine Bestätigung ihrer Verantwortungspunze.

Einwände von europäischen Ländern, die schlechtere Qualitätsstandards und geringere Zuverlässigkeit befürchten.

Der Hintergrund ist einfach erklärt und auch der Regierungsvorlage schwarz auf weiß zu entnehmen: Weniger Konsumentenschutz und dafür Abbau von Personal- und Kosten. "Dem Sparen alles unterzuordnen geht in diesem Fall eindeutig auf Kosten des Konsumentenschutzes, dagegen erheben wir im Sinne der österreichischen KonsumentInnen Einspruch", so Maier abschließend. (Schluss) ps/mp

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