Schwarzenberger: Dauerhafte Regelung der Tiermehlentsorgung als nächster Schritt

Qualitätssicherung durch einheitliche Ernährungsagentur positiv

Wien, 17. Jänner 2001 (AIZ). - "Österreich ist weiter BSE-frei. Im Vergleich zur Entwicklung der BSE-Krise im übrigen Europa können die österreichischen Konsumenten weiterhin auf ein hohes Maß an Sicherheit und auf die hohe Qualität der von unseren Bauern produzierten Lebensmittel vertrauen. In Österreich im Vergleich zu anderen Staaten frühzeitig ergriffene Maßnahmen gegen BSE haben bisher ihre Wirksamkeit bewiesen. Das Ziel bei den weiteren Maßnahmen zur Bekämpfung der BSE-Krise muss es sein, Vorreiter in Europa zu bleiben und der Sicherheit und der Qualität der österreichischen Lebensmittel weiterhin das größte Augenmerk zu schenken", erklärte heute Bauernbundpräsident Georg Schwarzenberger. ****

"Nach der bis Ende Februar getroffenen Finanzierungsregelung aus Mitteln des Katastrophenfonds und der Bundesländer ist jetzt im nächsten Schritt eine dauerhafte Regelung der Finanzierung der BSE-Tests und der Tiermehlentsorgung notwendig. Der Bauernbund begrüßt die Entscheidung von Minister Molterer, das generelle Tiermehlverbot auch für Schweine und Geflügel über die von den EU-Agrarministern festgelegte Sechsmonatsfrist hinaus beizubehalten. Angesichts von Absatz- und Preiseinbrüchen bei den Rinderbauern im Ausmaß zwischen 25 und 35 % ist es aber undenkbar, dass die aus den Tests und aus der Vernichtung des Tiermehls entstehenden Kosten auf die Bauern abgewälzt werden. Die Bauern erwarten, dass hier rasch Klarheit geschaffen wird, auch um die bei einer dauerhaften Entsorgung nicht mehr notwendige Produktion von Tiermehl auf dem Standard von Futtermittel zu beenden und die Kosten in diesem Bereich zu senken", erklärte Schwarzenberger.

"Im Sinne einer durchgehenden Qualitätssicherung vom Produzenten über die Verarbeitung bis zum Konsumenten wird die organisatorische Vernetzung der Kontrollaufgaben im Ernährungsbereich in einer einheitlichen Agentur für Ernährungssicherheit begrüßt. Die Bauern haben höchstes Interesse, dass die von ihnen naturnah produzierten Lebensmittel höchster Qualität auch so beim Konsumenten ankommen. Die Bündelung der Kapazitäten der öffentlichen Untersuchungsanstalten im Lebensmittel- und Futtermittelbereich ist dazu ein wichtiger Schritt", erklärte Schwarzenberger abschließend. (Schluss)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

http://www.aiz-pressedienst.com
FAX: (01) 535 0438

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, e-Mail: pressedienst@aiz-in.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ/AIZ