Greenpeace verurteilt Norwegens Wiederaufnahme des Walfleischexportes scharf

Norwegen plant den internationalen Markt mit Walfleisch zu beliefern

Wien (17-1-2001) - Greenpeace verurteilt Norwegens Entscheidung,
ab Sommer 2001 wieder Walfleisch nach Japan zu exportieren. Damit setzt sich Norwegen ganz klar über das internationale Handelsverbot für Walfleischprodukte hinweg, das erst im April 2000 im Rahmen von CITES (Internationales Artenschutzabkommen; Convention on the International Trade in Endangered Species of Flora and Fauna) verlängert wurde.

"Norwegen ignoriert neben dem internationalen Walfangverbot nun
auch kaltschnäuzig eine weitere internationale Vereinbarung zum Schutz der Wale," kommentiert Nina Thüllen, Meeresbiologin von Greenpeace Österreich. Greenpeace sieht in diesem Vorgehen Norwegens ein Anheizen der illegalen Waljagd. Bereits jetzt wird über eine Verdreifachung der norwegischen Walfangquote für das Jahr 2001 gesprochen. Hauptabnehmer der norwegischen Walfleischprodukte wird Japan sein, wo es einen riesigen Markt dafür gibt. "Beinharte wirtschaftliche Interessen stehen im Vordergrund der norwegischen Export-Pläne," sagt Thüllen. Zum Vergleich: Derzeit bringt das von Japan selbst gewonnene Walfleisch auf dem japanischen Markt einen Umsatz von rund 100 Mio. US-$ pro Jahr. Ein Kilo Walfleisch erzielt dort Preise bis zu 4.500 öS.

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