Sima: Tiermehl-Spuren im Rinderfutter unfassbar

SPÖ bringt umfangreiche parlamentarische Anfrage zu Futtermitteln ein

Wien (SK) Als "unfassbar" bezeichnete SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima die im gestrigen ORF-Report bekanntgewordene Tatsache, dass trotz Verbot bei etlichen Proben im letzten Jahr sehr wohl Spuren von Tiermehl im Rinderfutter gefunden wurden. Die Werte seien zwar stets unter der Toleranzgrenze von 0,5 Prozent gelegen. Ob Seuchen-Gefahr von derartigen Verunreinigungen ausgeht, könne nicht ausgeschlossen werden, so Sima empört. "Es stellt sich nun die brennende Frage, wie sicher die österreichische Futtermittel tatsächlich sind. Während Minister Molterer stets das langjährige Tiermehl-Verfütterungs-Verbot für Rinder in Österreich lobte, stellt sich nun heraus, dass die Bestimmung löchrig wie Schweizer Käse war und offensichtlich sehr wohl Reste von Tiermehl in den Futtertrögen landete." ****

"Minister Molterer muss gewusst haben, dass sich Spuren von Tiermehl im Rinderfutter befanden. Ein generelles Verfütterungsverbot an alle Nutztiere wäre die einzig richtige Konsequenz gewesen." Denn die "Verunreinigungen" sind nach Angaben Simas darauf zurück zuführen, dass Tiermehl für Schweine- und Geflügel-Fütterung noch bis Ende 2000 zugelassen war und es bei der Produktion permanent zu Vermischungen kam. Wäre Tiermehl schon vor Jahren generell für sämtliche Nutztiere verboten worden, so hätte man diese Gefahrenquelle eliminieren können. "Trotz dieser alarmierenden Tatsache hat Molterer es jedoch vorgezogen, der Tiermehl-Lobby die Stange zu halten und vermahlene Tierkadaver weiter verfüttern zu lassen."

Sima kündigte gegenüber dem SPÖ-Pressedienst eine umfangreiche parlamentarische Anfrage ihrer Partei zu österreichischen Futtermitteln und deren Kontrollen an. "Minister Molterer ist der Öffentlichkeit und vor allem den österreichischen Bauern eine klare Antwort über den Zustand der Futtermittel schuldig. Er muss deshalb umgehend die Ergebnisse der Kontrollen der Futtermittelproben im Hinblick auf die Verunreinigung mit Tiermehl veröffentlichen", so Sima. Sie wird während der morgigen Plenarsitzung die Anfrage an Minister Molterer einbringen. (Schluss) se

Rückfragehinweis: Ulli Sima, 0664/23 063 67

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