Heinzl: Bauernvertreter lernen sparen sparen - von 54 Kammern auf 20 reduzieren

Aufgeblähter Verwaltungsapparat wird eingespart - viele Bezirksbauernkammern werden geschlossen

St. Pölten, (SPI) - Die Kammerorganisationen in Österreich finanzieren sich über Mitgliedsbeiträge - ausgenommen jene der Landwirtschaftskammer. Sie greifen jährlich massiv in den Steuertopf - und das mit ständig steigender Tendenz. Als einzige Kammerorganisation Österreichs erhalten sie rund 180 Millionen Schilling jährlich aus Bundesmitteln, wobei die Förderungen der einzelnen Bundesländer noch nicht einmal eingerechnet sind. Diese belaufen sich zusätzlich auf insgesamt rund 820 Millionen Schilling, wobei sich allein Niederösterreich seine Landes-Landwirtschaftskammer 177,5 Millionen Schilling kosten lässt. Nun haben die Forderungen nach Einsparungen auch bei der Landwirtschaftskammerorganisation offensichtlich gefruchtet. In NÖ, wo es derzeit 54 (!) Bezirksbauernkammerverwaltungsbehörden bzw. Außenstellen gibt, sollen diese auf 20 Standorte verringert werden. Eine längst überfällige Maßnahme der Kostensenkung einer ausufernden Landwirtschaftskammerorganisation", begrüßt der St. Pöltner Nationalrat Anton Heinzl jüngst in der NÖLK beschlossene Reorganisationen.****

Der bisherige sehr großzügige Umgang der Landwirtschaftskammern mit Steuergeld war leicht zu durchschauen. So unterhalten die Landwirtschaftskammern - bei einer Vertretung von rund 4 Prozent der Bevölkerung - die wohl umfangreichste Organisation aller Kammern. Neben der Bundes-Landwirtschaftskammer gibt es neun Länderkammern, in jedem Gerichtsbezirk wird eine oder mehrere Bezirksbauernkammern oder Außenstellen unterhalten. Dies ist ein kostenintensiver und umfangreicher Apparat, der in keiner Weise mehr Grundsätzen der Sparsamkeit und der Notwendigkeit entspricht. "Deshalb ist es höchst an der Zeit, diese Organisationsform zu überdenken und Maßnahmen für eine "Entschlackung" des Apparates einzuleiten. Ein weiteres Privileg ist ebenfalls zu überdenken. Das "Uraltprivileg" der öffentlichen Förderung muss abgeschafft werden. Auch die Landwirtschaftskammern sollen sich ausschließlich durch Mitgliedbeiträge bzw. Entgelte für geleistete Tätigkeiten finanzieren. Dies wäre gerechtfertigt und auch weiter vertretbar", so Nationalrat Anton Heinzl abschließend. (Schluss) fa

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