Familienzuschlag zugunsten Besserverdiener umverteilt

Wien (OTS) - Mit 1.1.2001 wurde der Familienzuschlag für Karenzgeld-, Arbeitslosen-, und Notstandshilfe-BezieherInnen stillschweigend von öS 663,-- pro Monat pro (weiterem*) Kind auf öS 400,-- gekürzt. Das sind fast 40 % weniger. Diese Kürzung war offensichtlich notwendig, weil die Bundesregierung den Familienzuschlag nun allen Personen dieser Zielgruppe ausbezahlt, während er früher nur denjenigen zustand, deren PartnerInnen weniger als netto öS 14.000,-- pro Monat verdienten.

"Das heißt, dass die Familien, die jeden Schilling benötigen jetzt um öS 263,-- Schilling pro Monat pro Kind weniger bekommen, damit diejenigen, deren PartnerInnen ohnehin ein gutes Einkommen beziehen, öS 400,-- pro Monat pro Kind mehr erhalten. Und das ohne jede öffentliche Diskussion," meint Franz Prokop, Geschäftsführer der Wiener Kinderfreunde. Das bedeutet für Familien mit zwei Kindern, die etwa aufgrund von Arbeitslosigkeit eines Elternteiles mit einem Einkommen unter öS 14.000,-- auskommen müssen, eine jährliche Einbuße von öS 6.312,--.

Prokop: "Es ist unglaublich, dass denen weggenommen wird, die es brauchen, um denen zu geben, die es gar nicht so nötig haben."

Die Wiener Kinderfreunde betreuen rund 10.000 Kinder in Wiener Kinderstuben, Kindergärten und Horten. Die Kinderfreunde sind eine der bedeutendsten Lobbys für Kinder und Familien in Österreich.

*) Bei KarenzgeldbezieherInnen wird der Familienzuschlag für jedes weitere Kind ausbezahlt.

Rückfragenhinweis: Franz Prokop
Geschäftsführer der Wiener Kinderfreunde Tel.: 01/401 25-14 oder franz.prokop@wien.kinderfreunde.at.

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