AKNÖ-Präsident fordert mehr Mittel für den Konsumentenschutz

Der Konsument darf nicht zur Melkkuh werden

Wien (OTS).- In der Arbeiterkammer Niederösterreich laufen die Telefone heiß. Dutzende verunsicherte Konsumenten rufen seit Tagen an, wollen wissen was sie noch kaufen dürfen. Die Konsumenten sind aber auch empört und verstehen nicht, warum sie für die Kosten der BSE-Untersuchungen zur Kasse gebeten werden sollen. "Der Konsument trägt keine Schuld an der Misere. Gute Qualität zum kleinsten Preis -ein beliebter Werbeslogan in unserer Konsumwirtschaft. Große Handelsketten übertreffen sich an Billigangeboten und "garantiert bester Qualität". Billig kann aber nur bei Massenerzeugung produziert werden und dabei bleibt bekanntlicherweise die Qualität auf der Strecke", so Günter LaGarde, Leiter der Konsumentenberatung der AKNÖ. Auch LaGarde ist gegen eine Abschiebung der Kosten der BSE-Krise auf die Konsumenten. "Wäre es nicht ein vernünftiger Ansatz von den verantwortlichen Futtermittelherstellern ein Bußgeld einzufordern. Warum sollen denn die Verbraucher noch zusätzlich bestraft werden?" Die NÖ-Konsumentenschützer fordern die Zertifizierung der Herkunft von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Größten Wert legt die Arbeiterkammer Niederösterreich auf eine nachvollziehbare und geprüfte Sicherheit der Produktion: "Gütezeichen wie die "Made in Austria"-Etikette, die auch auf Lebensmittel kleben, die nicht zur Gänze in Österreich hergestellt wurden, müssen sofort von der Bildfläche verschwinden. Gerade bei Wurtsprodukten ist Vorsicht geboten, weil unklar ist, woher sie stammen und was sie genau enthalten. Gütezeichen müssen den Konsumenten hundertprozentige Sicherheit geben. Denn der Schutz der Konsumenten hat jetzt allerhöchste Priorität." Weitere Forderungen der Konsumentenschützer sind ein unbefristetes Verbot der Verfütterung von Tiermehl und die Überprüfung dieses Fütterungsverbotes mit Hilfe von Schwerpunktaktionen in ganz Österreich, ein grundsätzliches Herstellungsverbot von Tiermehlen. Ganz besonders wichtig ist den Konsumentenschützern die sofortige Veröffentlichung der Ergebnisse der BSE-Tests.
AKNÖ-Präsident Staudinger ist entsetzt wie wenig Bund und Land der Konsumentenschutz wert ist: " Der Bund gibt nur 20 Millionen Schilling für den Konsumentenschutz aus. Jetzt sind die Kammern als größte Konsumentenschutzorganisation mehr denn je gefragt!"

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