Spanien - dynamischster Exportmarkt für Österreich innerhalb der EU

Leitl: 200 Prozent Exportwachstum seit EU-Beitritt - Beste Auftragschancen für den Kfz- und Umweltsektor

Wien (PWK023) - Seit Österreichs EU-Beitritt sind Österreichs Spanien-Exporte um fast 200 Prozent gewachsen. Damit ist Spanien -die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt - der dynamischste Absatzmarkt österreichischer Produkte unter den EU-Mitgliedsstaaten. Die 1995 bestehende negative Handelsbilanz Österreichs mit Spanien konnte seitdem umgekehrt werden und ist heute mit Exporten in der Höhe von 26 Mrd Schilling und Importen von rund 14 Mrd Schilling stark positiv. Die weitere Intensivierung dieser engen Wirtschaftsbeziehung während der nächsten Jahre ist Thema der heutigen Gespräche von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl mit dem spanischen Botschafter Raimundo Pérez-Hernández y Torra und dem Wirtschafts- und Handelsrat Fernando Dié in der WKÖ.

"Die österreichischen Exportfirmen verfügen über ausgezeichnete Geschäftschancen in Spanien, einem Land, mit dem Österreich ab Anfang nächsten Jahres auch eine gemeinsame Währung verbinden wird", macht Präsident Leitl aufmerksam. Besonders die lebhafte Investitionstätigkeit der spanischen Industrie eröffnet der österreichischen Maschinen-, Anlagen- und Zulieferindustrie neue Möglichkeiten. Auch die Kfz-Lieferungen Österreichs werden heuer voraussichtlich kräftig zulegen können, prognostiziert Leitl und verweist auf die neuen Modellserien von Chrysler und Mercedes Benz M-Klasse.

Zahlreiche Investitionen, die aus der gesicherten Finanzierung des EU-Kohäsionsfonds getätigt werden, fließen in Spanien in den Umweltbereich, Alternativenergie, Wasserversorgung und Infrastruktur. Österreich genießt auf diesen Sektoren einen ausgezeichneten Ruf und verfügt daher auch in dieser Branche über besonders gute Auftragschancen. "Dementsprechend sind die Marktbearbeitungsaktivitäten unserer Außenwirtschaftsorganisation für die heimischen Firmen angelegt", erklärt Leitl. "So wurde zuletzt im November 2000 eine Wirtschaftsmission 'Umweltschutztechnik' durchgeführt, für 2001 organisieren unsere Außenhandelsstellen in Madrid und Barcelona österreichische Informationsstände auf den internationalen Umweltschutzmessen sowie die Teilnahme an technisch-wissenschaftlichen Symposien zum Thema 'Alternativenergie'."

Die Importe aus Spanien weisen eine geringere Dynamik auf als die Exportentwicklung, aber vor allem die spanische Industrieausrüstung hat sich für die Zukunft gut positioniert. Ein besonderer Antriebsfaktor für die spanische Wirtschaft stellt die Bearbeitung des lateinamerikanischen Marktes dar, mit dem Ziel den USA auf diesem Kontinent den Rang abzulaufen. Tatsächlich ist Spanien bereits der wichtigste Investor in Lateinamerika geworden. "Diese Brückenkopf-Funktion nach Lateinamerika kann auch von österreichischen Exporteuren und Zulieferanten immer besser genutzt werden", zeigt sich der WKÖ-Präsident überzeugt. Insgesamt liefern bereits rund 2.500 österreichische Unternehmen nach Spanien, Tochterbetriebe existieren zur Zeit etwa 100, mit jeweils steigender Tendenz. (Ne)

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