GPA-Sallmutter skeptisch zu möglicher Magazinfusion in Österreich

"Wer tschechische Journalisten beklatscht, darf in Österreich nicht schweigen"

Wien (GPA/ÖGB). Skepsis gegenüber der geplanten Magazin-Fusion der trend/profil-Gruppe mit dem NEWS-Verlag äußert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter. Die GPA vertritt neben der Journalistengewerkschaft und der Gewerkschaft Druck und Papier die Beschäftigten in Medienunternehmen.++++

Bevor man einem solchen Megadeal zustimmt, müsse man die möglichen Auswirkungen auf die Medienvielfalt und den Arbeitsmarkt für JournalistInnen sehr genau analysieren. Ein weiteres Fortschreiten der Medienkonzentration sei demokratiepolitisch äußerst bedenklich. Schon jetzt weist die heimische Medienlandschaft einen enorm hohen Konzentrationsgrad auf. Auch sei es für JournalistInnen problematisch, wenn es nur noch ein marktbeherrschendes Unternehmen gebe und dadurch noch stärkere Abhängigkeiten entstünden, so Sallmutter.

"Wer das Engagement tschechischer JournalistInnen für mehr Freiheit im Medienbereich beklatscht, darf die Augen vor bedenklichen Entwicklungen im Inland nicht verschließen. Jene JournalistInnen und Beschäftigten, die sich gegen in ihren Augen problematische Entwicklungen wehren, können mit der vollen Solidarität der GPA rechnen", betont der GPA-Vorsitzende. (aw)

ÖGB, 16. Jänner 2001
Nr. 031

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