ÖAMTC plädiert für bessere Bodenmarkierungen

Weiße Randlinien hätten bis Ende 2000 österreichweit markiert sein sollen

Wien (ÖAMTC-Presse) - Bis spätestens zum 31.12.2000 hätten alle österreichischen Bundes- und Landesstraßen ab einer Breite von 5,50 Metern im Freiland mit weißen Randlinien ausgestattet sein müssen. Nach Angaben des ÖAMTC ist diese Vorschrift in weiten Teilen Österreichs aber nach wie vor nicht umgesetzt worden, obwohl der Club sie bereits 1994 beim Gesetzgeber durchgesetzt hatte. Der ÖAMTC kritisert dieses Versäumnis und fordert im Interesse der Verkehrssicherheit eine rasche Korrektur.

"Im Jahr 2000 waren rund 1.500 Verkehrsunfälle auf die Unfallursache 'Ungenügendes Rechtsfahren' zurückzuführen. Diese Unfallzahl könnte durch eine bessere Kennzeichnung des Fahrbahnverlaufes gesenkt werden. Denn fehlt die Randlinie, neigt man von der Wahrnehmung her dazu, sich an der Mittellinie zu orientieren", betont ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.

"Ein einfaches Mittel zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ist die Markierung des Fahrbandrandes mit weißen Randlinien. Neben diesem Leitungsaspekt sind bei angebrachten Randlinien auch unbeleuchtete, nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer dadurch besser erkennbar, da die weiße Linie für den Annäherungsverkehr unterbrochen erscheint", so Seidenberger. Der Club verlangt deshalb, dass auch Gemeindestraßen - je nach deren Verkehrsbedeutung und Unfallgeschehen - markiert werden.

Der ÖAMTC appelliert an die zuständigen Straßenerhalter, sowohl für die lückenlose Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtung als auch für die regelmäßige Erneuerung der Bodenmarkierungen zu sorgen. Andernfalls drohen sogar straf- und zivilrechtliche Haftungen des Straßenerhalters, wenn dieser seinen Verkehrssicherungspflichten nicht nachkommt.

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ÖAMTC-Pressestelle/Stefan Skrabal

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