LIF-Kritik an Wiener Bildungspolitik: Hunderte LehrerInnen werden auf der Straße stehen

Hahn sieht Schulqualität in Gefahr

Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen Sozialausschusses erneuerte das Wiener LIF seine Kritik an der bildungspolitischen Verantwortungslosigkeit der Wiener Stadtregierung. "Während die zuständige Stadträtin Grete Laska den vom Liberalen Forum im November des Vorjahres eingebrachten Antrag auf Budgetumschichtungen zugunsten der Wiener Pflichtschulen mit dem Argument, dieses Beispiel könnte Schule machen, abgelehnt hat, werden gleichzeitig auf der Budgetpost ‚Allgemeinbildende Pflichtschulen' mehr als 76 Millionen Schilling Rücklagen gebildet", ärgerte sich die LIF-Bildungssprecherin und Wiener Gemeinderatskandidatin Christine Hahn.

Laut Antrag des Magistrats an den Gemeinderat seien diese Rücklagen entstanden, weil aus "nicht vorhersehbaren bzw. beeinflussbaren Gründen Verzögerungen in der Abwicklung" der vorgesehenen Verbesserungen von Jugend-, Sozial- und Sporteinrichtungen eingetreten seien. "Das heißt doch nichts anderes als dass von Seiten der Stadt Wien im Grunde genug Geld da wäre um das drohende Bildungsfiasko auszugleichen", so Hahn.

Dennoch gäbe es beispielsweise nach wie vor Schulklassen mit über 30 Kindern und die Verträge für zahlreiche JunglehrerInnen und für Vertragsbedienstete würden ab Herbst nicht verlängert. "Doch gerade die JunglehrerInnen sind es, die Schwung in das leider vielfach verstaubte Schulsystem bringen. Nur durch ihren verstärkten Einsatz kann sichergestellt werden, dass die Qualität in den Schulen zumindest erhalten bleibt. Es wäre ein Schaden für die Kinder, ihnen diese Chance auf engagierte und motivierte Lehrkräfte zu nehmen", so die Liberale.

Auch die Wiener LIF-Chefin Alexandra Bolena machte darauf aufmerksam, dass im kommenden Herbst voraussichtlich 280 JunglehrerInnen in Wien auf der Straße stehen würden. Außerdem sei die Ganztags- bzw. die Nachmittagsbetreuung massiv gefährdet. "Die drohenden Einsparungen im Bildungsbereich treffen in erster Linie die Kinder. Ihnen werden Pädak-AbsolventInnen vorenthalten, die im nächsten Jahr keine Möglichkeit haben, ihr aktuelles Wissen und ihr Engagement unter Beweis zu stellen", so Bolena abschließend.

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