Glawischnig: Sofortiges Verbot von "Atommüll als Munition"

Urangeschosse als Abfallprodukt von AKW international ächten

Wien (OTS) In Solidarität mit den österreichischen Atomgegnern schließt sich heute die Umweltsprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, einer Protestkundgebung am Ballhausplatz an und fordert ein sofortiges Verbot von 'Atommüll als Munition', also 'abgereichertem Uran'. "Nach dem heutigen Wissensstand muß davon ausgegangen werden, dass die 'DU-Munition' (depleted uranium'), die im Kosovo eingesetzt wurde, auch Plutonium und andere für Mensch und Umwelt höchstgefährliche Spaltprodukte enthält," warnt Glawischnig.

Die UNO geht davon aus, dass über 30.000 DU-Geschosse oder mehr als 10 Tonnen im Kosovo verfeuert wurden. Das am Boden liegende radioaktive Uran kann durch Regen ins Grundwasser gelangen und damit Pflanzen kontaminieren, die wiederum in die Nahrungskette gelangen. Hauptleitragend sind die Zivilbevölkerung und insbesondere Kinder. "Im Kosovo gibt es nicht einmal eine Kinderkrebsstation", so Glawischnig. "Eine umfassende Untersuchung der Auswirkungen auf Mensch und Umwelt und eine restlose Aufklärung sollten Forderungen des neutralen Österreichs sein", fordert Glawischnig von Schüssel.

Glawischnig erinnert anläßlich der Protestaktion auch an die für morgen angekündigte tschechische Regierungssitzung zu Temelin, auf der die weitere Vorgangsweise zu den mit Österreich vereinbarten Prüfungen des AKW festgelegt werden sollen. "Die Melker Vereinbarung droht verwässert zu werden, Kanzler Schüssel wäre gut beraten heute einen eindringlichen Appell an Tschechien zu richten, das AKW nach der Pannenserie bis Jahresende abgeschaltet zu lassen, um eine seriöse Prüfung zu ermöglichen."

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