Gewerbeverein: Staats-Euro ist etwas anderes als Wirtschafts Euro!

Wien (OTS) - Bei der Ermittlung des Euro-Wertes ist mit der
Relation 13,7603 umzurechnen. Das macht Sinn, ist so vereinbart und mit Begleitmaßnahmen, wie zu runden ist, exakt festgelegt. Nur für die Wirtschaft.

Der öffentlich-rechtliche Bereich richtet sich das wohl praktischer - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV).

Im Arbeitsrechtlichen Euro-Anpassungsgesetz - kurz und einprägsam AEAPG genannt - wird einleitend angeführt: Bei der Umrechnung von Schillingbeträgen auf Euro "ist eine Aufrechnung auf den nächsten vollen 5-Euro-Betrag vorzunehmen". Das Gesetz bezieht sich auf Strafen und andere Werte, die im Arbeitsrecht derzeit in Schillingbeträgen vorkommen. Das Ganze macht Sinn - niemand will sich permanent mit Cent-Beträgen herumschlagen müssen.

Es ist aber auch unfair und zeigt einmal mehr die Arroganz, die die Obrigkeit dem Bürger angedeihen lässt. Der Staat kann Preistreiben, die Privatwirtschaft würde dafür strengstens bestraft.

Natürlich kann nicht überall eine 5-Euro Aufrundung vorgenommen werden - man hätte aber in der Wirtschaft aus Gründen der Pragmatik eine Rundung von 10 Cent gestatten dürfen - kaufmännisch natürlich nach oben und unten.

Selbstverständlich ist einsehbar, dass die Festlegung einer Strafe willkürlich ist - zumeist steht sie in Relation zu Strafen für andere Vergehen.

Genauso einsehbar ist, dass eine Parallel-Buchhaltung mit gerundetem Geld nicht einfach ist - wobei man ja mathematisch auch noch runden muss, wenn man die 27. Stelle hinter dem Komma vorschreibt.

Das Umrechnen von Schillingbeträgen in Euro ist nun einmal festgelegt und wird seit Jahren durchgeführt.

Ein Staat, der für sich selbst nun andere Regeln einführt, nur weil er sich zu nobel ist, mit Cents zu arbeiten, tendiert zum Unrechtsstaat.

Es wäre zumindest ein Funken von Anständigkeit gewesen, hätte man im Arbeitsrecht eine 5-Euro-Rundung nach kaufmännischen Gesichtspunkten vorgenommen - aber nur nach oben?

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