Bevorstehendes Verbot von Düngemitteln, die Tiermehle enthalten, bietet Chance für Anbieter von Bio-Düngern

Niederösterreichischer Produzent von biologisch-organischen Düngemitteln ruft Mitstreiter auf, um gegen gesundheits- und umweltschädigende Düngemittel initiativ zu werden.

Würflach (OTS) - Seit der europaweiten Thematisierung von BSE besteht bei vielen Garten- und Pflanzenfreunden die berechtigte Frage ob organische Düngemittel, die als Ausgangsstoffe tierische Abfälle enthalten, nicht auch eine große BSE-Übertragungsquelle in sich bergen. Alleine das Hantieren mit solchen Düngemitteln, die mittlerweile fast 70% der Regale in Bau- und Gartenfachmärkten beanspruchen, könnte fatale Folgen haben. Ebenso birgt das Ausbringen solcher Dünger in Gärten oder auf landwirtschaftlich genutzte Böden das Risiko in sich, BSE gefährdete Tiermehle in die natürliche Nahrungskette von Tier (Wild- und Haustiere) und Mensch einzuschleusen.

Experten des Robert Koch Institutes in Berlin forderten bereits im Dezember 2000 ein sofortiges Tiermehlverbot in Düngemitteln, da eine Übertragung von BSE für möglich gehalten wird. Die deutsche Bundesregierung stuft mittlerweile ebenfalls organische Düngemitteln, welche als Ausgangsstoffe verarbeitete Tiermehle enthalten als risikoreich ein und überlegt ihr Verbot. Die schweizer Regierung hat diesbezüglich bereits den ersten Schritt getan und entsprechende Düngemittel aus dem Verkehr gezogen. Insofern ist damit zu rechnen, daß sich Österreich diesem Verbot anschließt und die derzeit geltende Düngemittelverordnung entsprechend ändert.

Ein Verbot, sowie die bereits im vergangenen Jahr seitens der EU allgemein als unerträglich eingestufte Umweltbelastung in Europas Hausgärten (Grundwasser- und Ozonbelastung) wird ein Umdenken bei Produktion und Handel aber auch dem Gesetzgeber erfordern.

Für Produzenten von organisch-biologischen Düngemitteln hingegen stellt dies die einmalige Gelegenheit dar um Punkte im langjährigen Kampf gegen die Chemiebomber des Hausgartens zu sammeln. Das Angebot in den Düngemittelabteilungen von Garten-, Bau- und Heimwerkermärkten gliedert sich in 40% mineralische (=chemische), 30% Mischdünger (=chemisch+organisch) und 30% organische Dünger. Von den organischen Düngern enthalten ca. 70% Tiermehle. Bleibt eine ganz geringe Menge von Produkten, die als absolut unschädlich, umwelt- und pflanzenverträglich eingestuft werden und für den naturnahen Pflanzenbau nachweislich geeignet sind.

Die 1986 im südlichen Niederösterreich gegründete Wurmfarm Hettmannsdorf will als langjähriger Verfechter des naturnahen Pflanzenbaues diese Situation nutzen und ruft alle Mitstreiter auf, initiativ zu werden. Es soll eine Plattform gegründet werden, die den Auftritt von organisch-biologischen Düngemitteln im Handel stärkt und so ein wirkungsvollerer Zugang zum Konsumenten gefunden werden kann.

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