"FWV zu Ladenöffnungszeiten: Ja zu Veränderungen, Nein zu einem Kahlschlag

Wien (OTS) - Der Präsident des Freien Wirtschaftsverbandes Österreich, Dr. Rene Alfons Haiden und der Bundessektionsobmann des Handels im Freien Wirtschaftsverband, Komm.-Rat Ernst Tobola, sprechen sich vehement gegen die Umsetzung der Vorschläge von Minister Bartenstein bezüglich der Änderungen der Ladenöffnungszeiten in der präsentierten Form aus.

Ein innerhalb von 72 Wochenstunden mögliches Rund-um-die-Uhr-Offenhalten von Montagmorgen bis Samstagabend hätte schwerwiegende Nachteile für alle Beteiligten, Konsumenten wie Händler.

Die Zerrissenheit bei diesem Thema innerhalb der Regierungsparteien und darüber hinaus innerhalb deren eigener Organisationen zeigt auf, dass die Ausschaltung der Sozialpartner eine einseitige Bevorzugung von Lobbies darstellt, während der verursachte Schaden von der Gesamtbevölkerung getragen werden muss. Auch dass die Gewerbeordnung und die Öffnungszeiten betreffende Gespräche nächste Woche nur mit Vertretern des Wirtschaftsbundes geführt werden, während die Interessen aller Österreicher berührt würden, sei Besorgnis erregend.

Es handle sich bildlich gesprochen um einen durch nichts gerechtfertigten Kahlschlag eines gesunden Waldes zugunsten einer Betonlandschaft. Gewährleistet müssten Nahversorgung und Lebensqualität der Konsumenten bleiben, vor allem von Frauen mit Kindern ohne Autos und älteren und weniger mobilen Menschen. Von den acht Millionen ÖsterreicherInnen haben vier Millionen einen Pkw.

Wettbewerbsvorteile von wenig personalintensiven Großvertriebsformen gegenüber beratungs- und personalintensiven Fachhändlern dürften nicht gefördert werden - betroffen seien auch Mittelbetriebe und personalintensive Einzelhandelsketten mit Fachberatung.

Drastische Beispiele für die Auswirkungen einer solchen Maßnahme seien die unerfüllten Erwartungen in Deutschland Arbeitsplätze und Umsätze betreffend - quantitativ mehr Arbeitsplätze stünden geringerem Einkommen der einzelnen Beschäftigten entgegen, von den angekündigten Zuwachsraten im Umsatzbereich sei man weit entfernt.

"Wir können uns differenzierte Änderungen vorstellen - dann müssen jedoch auch Steuererleichterungen für Klein- und Mittelbetriebe als Kompensation möglich sein. Eine weitere Form der Bewahrung von Chancengleichheit wären Portalkreditaktionen zur Stadtbildattraktivierung, wie dies mit Förderungen der Bauern zur Landschaftspflege geschieht.", so Dr. Haiden.

Der Vorschlag von Minister Bartenstein verhindere eine durch Vielfalt, Auswahl und größere Erreichbarkeit begründete Lebensqualität, gesunden, fairen und vergleichbare Voraussetzungen schaffenden Wettbewerb, die Erhaltung einer gewachsenen und ortsbildbezogenen Infrastruktur und nutze ausschließlich den Großmärkten "auf der grünen Wiese".

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