Pirklhuber fordert Einsetzung einer parlamentarischen Enquete-Kommission zu BSE

Verbot von Kälberstartern und tierfetthältigen Milchausstauschern bis zur Klärung der BSE-Frage

Wien (OTS) Angesichts gravierender Defizite im wissenschaftlichen Beratungsmanagment, wie sie vom Molekularbiologen Heynes in der gestrigen BSE-Debatte in "Betrifft", aufgezeigt wurden, fordert der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber endlich die Einsetzung der geforderten parlamentarischen Enquete-Kommission, um endlich alle Experten an einen Tisch zu bringen. Heynes kritisierte, daß bisher nur eine zu enge Auswahl an Experten gehört wurde.

Die Behauptung Heynes, daß Rückenmark den tierischen Fetten bei der Herstellung von Milchaustauschern offensichtlich beigemischt wurden, wirft ein neues Licht auf die deutschen BSE-Fälle der letzten Monate. Es ist leider nicht auszuschließen, daß auch in Österreich solche Milchaustauscher am Markt noch immer erhältlich sind, befürchtet Pirklhuber.

Schließlich sind die Tiroler und Kärntner Raiffeisenlagerhäuser schon vor einigen Jahren von der BayWa, der bayrischen Warenvermittlung aufgekauft worden! Damit wurde auch das Produktsortiment in diesen Lagerhäusern im Futtermittelbereich wesentlich umgestellt.

Pirklhuber fordert Minister Molterer auf, sofort alle am Markt befindlichen Kälberstarter und Milchaustauscher, die tierische Fette enthalten, aus dem Verkehr zu ziehen. Der Landwirtschaftssprecher fordert zudem neuerlich die sofortige offene Deklaration bei den Futtermitteln in Österreich. "Nur durch eine offene Deklaration sind auch Haftungsansprüche von geschädigten Bäuerinnen und Bauern in Hinkunft möglich", so Pirklhuber abschließend.

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