Schwarzböck: Bauernvertretung unterstützt BSE-Maßnahmen der Regierung

Enge Kooperation: Landwirtschaftskammer und Tierärzte informieren Rinderbauern

Wien, 15. Jänner 2001 (AIZ). c "Auch wenn sich der erste BSE-Verdachtsfall bei einer Kuh aus Österreich durch weitere Untersuchungen nicht bestätigt, war und ist es notwendig, dass sofort alle Maßnahmen ergriffen werden, die dazu dienen, den Konsumenten Sicherheit zu geben. Dabei unterstützt die bäuerliche Interessenvertretung die Bundesregierung voll und ganz. Dieser Verdachtsfall führt abermals die drängende Notwendigkeit vor Augen, alle wissenschaftlichen Kräfte über Grenzen hinweg zu bündeln, um rasch die Ursachen dieser Seuche festzustellen, um auch gezielte Bekämpfungsmaßnahmen durchführen zu können. Primäres Ziel der hei-mischen Agrarpolitik war und ist es, das Vertrauen der Konsumenten zu erhalten. Dabei muss es völlig gleichgültig sein, wie ein Bauer wirtschaftet, ob konventionell oder biologisch, die erzeugten Produkte müssen sicher seino, sagte heute der Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Rudolf Schwarzböck, in einer Aussendung. ****

"Gleichzeitig braucht auch der Landwirt, dessen Hof betroffen ist, alle Hilfe in dieser für ihn keineswegs leichten Situation. Denn das oberste Gebot, die Sicherheit der Nahrungsmittel für die Verbraucher, muss Hand in Hand mit der Unterstützung für den Be-troffenen gehen. Deshalb kooperiert die Landwirtschaftskammer eng mit den Tierärzten und informiert die Rinderbauern in eigenen Versammlungen. Neben der persönlichen Betroffenheit eines einzelnen Bauern muss die gesamte Bauernschaft, die Viehwirtschaft betreibt, mittlerweile mit enormen Einkommenseinbußen rechnen. Die Preise sind stark zurückgegangen, die Märkte stocken. Deshalb verlangen die Bauern umgehend Vorschläge zur dauerhaften Finanzierung der BSE-Kosten. Denn noch immer ist nicht klar, wer die Kosten für die BSE-Tests, die Beseitigung von Tiermehlrestbeständen und die laufende Entsorgung von Schlachtabfällen langfristig trägt. Die Rinderbauern, die schon jetzt als Folge der BSE-Diskussion wirtschaftlichen Schaden erleiden, können es jedenfalls nicht sein", ergänzte der Obmann des Ausschusses für Viehwirtschaft der Präsidentenkonferenz und Präsident der Landwirtschaftskammer für Tirol, Ludwig Penz.

Lebensmittel: Sicherheit, Qualität, Vielfalt und Herkunft

"Der Konsument verlangt bei Lebensmitteln mit Recht Sicherheit, Qualität, Vielfalt und eine lückenlose Dokumentation der Herkunft. Um dies zu erreichen, sind auch die Verarbeiter und Vermarkter gefragt. Denn Lebensmittel als Lockartikel zu missbrauchen, widerspricht allen Qualitätsbemühungen der Produzenten. Lebensmittel, die höchste Qualität und Vielfalt bei gleichzeitiger kontrollierter Sicherheit aufweisen, müssen ihren Wert und somit auch ihren Preis haben. Auch die durchgängige, transparente und damit auch sehr aufwändige Kontrolle, wie sie in Österreich funktioniert, steigert Qualität und Sicherheit. Es muss aber klar sein, dass jede gewünschte Ausweitung und Vertiefung der Kontrolle im Sinne der Konsumentensicherheit zusätzliche Kosten verursacht, die nicht bei den Bauern hängen bleiben dürfen", so Schwarzböck ab-schließend.
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