AKNÖ-Präsident Staudinger: Kampf den Schwarzarbeitgebern!

Nachbarschaftshilfe nicht kriminalisieren

Wien (OTS).- Zum gemeinsamen Kampf gegen die Schwarzarbeitgeber ruft der Präsident der Arbeiterkammer NÖ, Josef Staudinger, anlässlich der heute am Semmering beginnenden 15. Baustudienwoche der NÖ Baumeister auf. Staudinger hält fest, dass es nicht darum gehen dürfe, die Nachbarschaftshilfe für kleine Häuslbauer zu kriminalisieren, sondern darum, jene zu bestrafen, die österreichische Gesetze brechen, Arbeitnehmer illegal beschäftigen und dadurch eine wettbewerbsverzerrende Konkurrenz zu allen ehrlichen Unternehmern darstellen. Der AK-Präsident verlangt ein entschlossenes und koordiniertes Vorgehen der Sozialpartner. Außerdem müsse im Parlament endlich das auf die lange Bank geschobene Schwarzarbeitgebergesetz beschlossen und mit aller Konsequenz umgesetzt werden.***

Präsident Staudinger: "Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft haben in Österreich ein gesellschaftlich nicht mehr akzeptables Ausmaß angenommen. Deren Beseitigung ist daher ein maßgebliches Instrument, um die Wettbewerbschancen von korrekten Unternehmen und die Qualität der Arbeitsplätze in diesen Unternehmen zu verbessern." Denn, so Staudinger wörtlich, "faire Unternehmer und richtig angemeldete Arbeitnehmer dürften nicht die Rechnung dafür präsentiert bekommen, dass sich andere nicht an die Spielregeln halten."

Gelingt es, die Schwarzarbeit effektiv zu bekämpfen, sei damit auch eine deutliche Entlastung des Staatshaushaltes sowie der Steuerzahler verbunden. Die Zahlen belegten das, so der AK-Präsident weiter. Durch illegale Beschäftigung von Arbeitnehmern entginge Österreich jährlich Milliardenbeträge an Steuern und Beiträgen. Die Wertschöpfung durch Schwarzarbeit am Bau in NÖ sei von 6 Milliarden Schilling im Jahr 1990 auf 17,3 Milliarden im Jahr 2000 gestiegen. Staudinger abschließend: "Dadurch werden direkt Arbeitsplätze bedroht, und das kann man sich gerade in der jetzigen Situation unter Garantie nicht leisten."

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