Kuntzl: Aufgabe der Neutralität kommt für SPÖ nicht in Frage

1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze im IT-Bereich reichen nicht aus - SPÖ fordert die Erhöhung des Angebots um 5.000

Wien (SK) "Mit der Aussage 'Die Neutralität darf im europäischen Kontext überhaupt keinen Platz haben' hat Bundeskanzler Schüssel nun endgültig die Katze aus dem Sack gelassen. Denn damit fordert er die Aufgabe der Neutralität für Österreich und einen Beitritt zur NATO", stellte Sonntag SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl zu den jüngsten Aussagen Schüssels am ÖVP-Bundeskogress in Alpbach fest. "Sowohl die Aufgabe der Neutralität wie auch ein Beitritt zur NATO kommt für die SPÖ nicht in Frage. Im Vordergrund muss ein gesamteurpäisches Sicherheitssystem stehen, das aus einem Mix aus Neutralen, Bündnisfreien und NATO-Mitgliedsstaaten besteht", unterstrich Kuntzl. ****

Bei den fehlenden IT-Fachkräften habe die Regierung nun zwar endlich die Notwendigkeit erkannt. Nun soll sie aber auch die finanziellen Mittel bzw. die personellen und organisatorischen Resourcen in ausreichendem Maß zur Verfügung stellen. "Mit seinem Vorschlag 1.000 Schüler zusätzlich zu IT-Fachkräften auszubilden, greift Schüssel aber viel zu kurz. Denn diese Zahl wir nicht ausreichen, um den Bedarf an IT-Fachkräften in Österreich abzudecken. Vor allem hat Schüssel mit keinem Wort gesagt, wie er den kurzfristigen Bedarf befriedigen will. Dabei wird die Regierung nicht umhin kommen, dieses Problem mit einer befristeten Erhöhung der Zuwanderungsquote zu entschärfen", so Kuntzl.

Kuntzl unterstrich die SPÖ-Forderung, in einem Sofortprogramm die Schülerzahlen um 5.000 an den berufsbildenden höheren Schulen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie aufzustocken. Weiters soll es für 5.000 mögliche Bewerber ein einjähriges Kolleg geben, wo man notwendige Fertigkeiten nach einer Art AHS-Matura oder nach einer einschlägigen Vorbildung erwerben kann. (Schluss) ns/mh

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