"profil": Arbeitslosenprojekt Integra verfehlt Ziele

Statt 1000 nur halb so viele Arbeitslose vermittelt

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, konnten durch das Langzeitarbeitslosenprojekt Integra bislang nur die Hälfte der ursprünglich geplanten 1000 Arbeitslosen auf Trainingsarbeitsplätze vermittelt werden. So wurden in Wien, wo das Projekt im August 2000 startete, bisher nur 66 von 160 Trainingsarbeitsplätzen besetzt. Die Gemeinde Wien hat allerdings im Gegensatz zu den Gemeinden in Niederösterreich und der Steiermark, wo ein Pilotprojekt durchgeführt wurde, die Kooperation verweigert und keine Integra-Teilnehmer aufgenommen. Die reinen Vermittlungskosten (ohne Schulung und Arbeitslosenunterstützung) beliefen sich nur in Wien auf etwa drei Millionen Schilling.

ÖVP-Sozialsprecher Gottfried Feurstein gegenüber "profil": "Von einem Erfolg kann man nicht wirklich sprechen. Man sollte das nicht aus dem Handgelenk verlängern."

Integra wurde vergangenen Sommer von Arbeitsminister Martin Bartenstein realisiert, nachdem die Bundesregierung vom umstrittenen"Bürgergeld" Abstand genommen hatte. Integrateilnehmer werden für ein halbes Jahr bei gemeinnützigen Organisationen, wie karitativen Einrichtungen oder Gemeinden aufgenommen. Zuzüglich zu einem Lebenskostenbeitrag, der vom AMS bezahlt wird, erhalten sie 20% der Arbeitslosenunterstützung, also etwa 1400 Schilling von der gemeinnützigen Einrichtung.

Vergangene Woche erneuerte die ÖVP die alte Forderung von Klubobmann Andreas Khol, das "Bürgergeld" einzuführen. Demnach sollten nicht nur Arbeitslose, sondern auch Sozialhilfeempfänger gemeinnützige Arbeit verrichten.

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