Kostelka zu Ladenöffnungszeiten: Offenhalten rund um die Uhr ist nicht notwendig

Beamte: Aufgabe der Biennalsprüngen nur unter der Voraussetzung fairer Verhandlungen

Wien (SK) Den Vorschlag des Wirtschaftsministers, für sechs Tage die Woche rund um die Uhr die Läden offen zuhalten, lehnte der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Peter Kostelka am Freitag bei einer Pressekonferenz ab. "Das halten wir für nicht notwendig", betonte Kostelka. Es gehe dabei um 400.000 Beschäftigte im Handel, entsprechende Kinderbetreuungseinrichtungen und ein dafür notwendiges Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel würde fehle, begründete Kostelka seine Ablehnung. Es sei Bartenstein "ins Stammbuch geschrieben", dass dieser Vorschlag auf Kosten der Arbeitnehmer und des Klein-Gewerbebetriebe gehe. "Sozialpartnerschaft muss man leben, man darf sie nicht nur am Sonntag beschwören", bekräftigte Kostelka. ****

Den Vorschlag der Regierung, bei den Beamtengehältern von den Biennalsprüngen wegzukommen, hält Kostelka für "durchaus diskutabel". Zu beachten sei aber, dass etwa der Vorarlberger Landesregierung dadurch Kosten in der Höhe von einer Milliarde Schilling entstanden seien und "das ist ein fairer Deal", der abgeschlossen wurde zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Vizekanzlerin Riess-Passer solle mit den Beamten "fair verhandeln". Aber nur zu sagen, die Biennalsprünge müssten weg, ohne zu sagen, wie der Lebenseinkommensverlauf aussehen soll, "das ist Politik dieser Bundesregierung, kurzfristig budgetäre Probleme zu lösen, aber langfristig soziale Fragen völlig offen zu lassen", kritisierte Kostelka. (Schluss) hm

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