ÖAMTC fordert gezielte Maßnahmen gegen Drogen am Steuer

Jeder zwanzigste Lenker unter Drogeneinfluss

Wien (ÖAMTC-Presse) - Härtere Maßnahmen und effizientere Kontrollmöglichkeiten im Kampf gegen Drogen am Steuer fordert der ÖAMTC. Denn Erhebungen zeigen, dass bei Planquadraten immerhin jedem zwanzigsten Lenker der Konsum von Drogen nachgewiesen werden kann.

"Auch wenn kein Gesetz der Welt und kein noch so dichtes Kontrollnetz Unfälle wie jenen vor dem Stadlauer Tunnel gänzlich ausschließen können, müssen aus solch tragischen Ereignissen Konsequenzen für die Zukunft gezogen werden", erklärt Karl Obermair, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung.

Der ÖAMTC fordert daher die rasche Umsetzung folgender Punkte:

Durch bessere technische und personelle Ausstattung sowie gezielte Schulungsmaßnahmen müssen kontrollierende Exekutivbeamte in die Lage versetzt werden, Drogenkonsum am Steuer an Ort und Stelle mit einem Schnelltestgerät feststellen zu können. Obermair: "Als Ergänzung zum bewährten Alkomaten müssen die laufenden Entwicklungsarbeiten in Richtung 'Drogomaten' forciert werden."

Lenker, die auf Grund wiederholten Alkohol- oder Drogenmissbrauchs am Steuer auffällig geworden sind, müssen viel konsequenter als bisher daraufhin überprüft werden, ob sie die körperlichen und psychischen Voraussetzungen für das Lenken eines Kraftfahrzeuges erfüllen. "Bei allem Verständnis für Resozialisierungsmaßnahmen und der Notwendigkeit von Drogenersatzprogrammen müssen besonders bei Berufskraftfahrern strenge Maßstäbe gelten", betont Obermair.

Dort, wo bestehende Gesetze, wie etwa StVO oder Gesundheitsverordnung, eine konsequente Kontrolle von Drogenkonsum am Steuer erschweren, müssen rasch neue gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Obermair: "Es ist nicht einzusehen, dass sich Fahrzeuglenker laut Gesetz einer Alkoholkontrolle unterziehn müssen, während diese Pflicht beim Drogentest nicht besteht."

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ÖAMTC-Pressestelle/Stefan Skrabal

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