HGPD-Kaske: "Ausnützer schaden der Branche"

Zwischenbilanz zu Saisonierkontingent und Saisonarbeitszeitmodell

Wien (HGPD/ÖGB) "Die erste Zwischenbilanz im neuen Jahr fällt sehr unterschiedlich aus", erklärte Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), heute Vormittag in einem Pressegespräch zur derzeitigen Situation der ArbeitnehmerInnen im Tourismus: "Auf der einen Seite geben Umsatzzunahmen und hohe Nächtigungszahlen Grund zur Freude, auf der anderen Seite sind wir wieder einmal mit den alten Problemen im Personalbereich konfrontiert."++++

Kaske wies darauf hin, dass auch im Dezember 2000 die Arbeitslosigkeit in der Branche zugenommen habe. Trotzdem habe sich der Wirtschaftsminister heuer entschlossen, das Saisonierkontingent von 3045 in der Wintersaison 1999/2000 auf 6590 in der aktuellen Wintersaison hochzuschrauben. Der HGPD-Vorsitzende: "Da sind wieder einmal die Ausnützer im Hotel- und Gastgewerbe unterwegs. Die sind nicht - wie der Name vielleicht anklingen lässt - Nützlinge, sondern schaden der ganzen Branche. In manchen Tiroler Bezirken liegt jeder siebente Antrag auf Saisonierbeschäftigung unter dem Kollektivvertrag." Kaske betonte, dass genau die Bundesländer mit dem höchsten Saisonierkontingent, nämlich Tirol und Salzburg, die höchsten Arbeitslosenzahlen haben.

Der HGPD-Vorsitzende konnte aber auch Positives berichten. Mit 1. Jänner 2001 wurde das Saisonarbeitszeitmodell gestartet. Kaske: "Da haben die Sozialpartner Handlungsfähigkeit bewiesen." Der HGPD-Vorsitzende ergänzte, dass eine endgültige Bewertung dieser Maßnahmen erst nach der Sommer- und der nächsten Wintersaison möglich sein wird: "Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass dieses Modell allen Beteiligten - also Beschäftigten, Wirtschaft und Staat - vor allem positive Folgen bringt."(kk)

ÖGB, 12. Jänner 2001
Nr. 22

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