Ladenöffnungszeiten: Bartenstein gegen die breite Mehrheit der Bevölkerung

Linz (AKO) "Weder die Konsumenten noch die Händler und schon gar nicht die Beschäftigten im Handel wollen eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten. Mit seinen ideologisch motivierten Deregulierungsplänen steht Bartenstein in klarem Widerspruch zu den Bedürfnisse einer breiten Bevölkerungsmehrheit", kritisiert AK-Präsident Hubert Wipplinger die Pläne des Wirtschaftsministers.

Die Argumente sind altbekannt: Längere Öffnungszeiten bringen kein Umsatzplus, sondern nur Umsatzverlagerungen - hin zu den Abendstunden und hin zu den großen Einkaufszentren. Die einzigen, denen Bartenstein in die Hände spielt, sind wenige große Handelketten. Die kleinen Geschäfte und vor allem die Handelsbeschäftigten sind die Verlierer.

Längere Öffnungszeiten bringen auch keinen Beschäftigungszuwachs. Seit der Liberalisierung in den Abendstunden und am Samstagnachmittag hat in Oberösterreich nur die Zahl der geringfügig Beschäftigten im Handel zugenommen, während Vollzeitarbeitsplätze abgebaut wurden.

"Die völlige Freigabe der Öffnungszeiten zwischen Montag
0 Uhr und Samstag 17 Uhr, die Bartenstein will, lehnen wir strikt ab. Denn das bedeutet Nachtarbeit, von der vor allem Frauen betroffen wären", sagt Wipplinger. Eine Umfrage der
AK OÖ aus dem Jahr 1998 hat klar ergeben, dass die Beschäftigten schon jetzt unter den langen Öffnungszeiten am Abend leiden und erhebliche Probleme haben, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.

Entschlossenen Widerstand kündigte Wipplinger auch gegen Bartensteins Pläne an, die Arbeitszeitregelungen an den Samstagen zu lockern. Derzeit müssen Beschäftigte zumindest an jedem zweiten Samstag frei haben. Und das muss auch so bleiben, weil dadurch den Handelsbeschäftigte wenigstens ein Mindestmaß an Wochenendfreizeit garantiert wird.

Aus ähnlichen Gründen warnt Wipplinger auch davor, die Sortimentsbeschränkung für Tankstellenshops und Bahnhofsläden aufzuheben und nur noch eine Verkaufsflächenbegrenzung vorzunehmen. "Das wäre der schleichende Einstieg in die Sonntagsarbeit. Denn zumindest die unter Konkurrenzdruck kommenden Läden mit ähnlicher Verkaufsfläche würden im Nu das gleiche Recht auch für sich beanspruchen", argumentiert Wipplinger und bekräftigt seine Forderung nach Verankerung des freien Sonntages in der Bundesverfassung.

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