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Klagenfurt (OTS) - Neue "Kärntner Tageszeitung" Kommentar: Schwarzer Höhenflug=

Utl.: Ausgabe vom 12. Jan. 2001=

Wenn man Umfragen Glauben schenken darf, liefern
sich derzeit in der Wählergunst SPÖ und ÖVP ein Kopf-an-Kopf-Rennen, während die Freiheitlichen in den Niederungen nach Luft schnappen. Der kleine, vielfach unterschätzte Wolfgang Schüssel ist zum Riesen geworden. Gäbe es ein Kanzler-Plebiszit, würden ihn 44 Prozent der Österreicher direkt wählen. Was umso mehr verwundert, als er und seine Partei jahrelang die Bundespolitik mitverantworteten. Die Verschuldung des Haushaltes ebenso wie all jene Maßnahmen der alten Koalition, über die die neue Regierung jetzt lästert.
Der Wolferl hat nicht nur den Feschak Klima ausrutschen lassen, auch sein neuer Partner tanzt nach seiner Pfeife. Auf blaue Vorstöße, etwa in der Frage des Kindergeldes oder der Abfertigungen, reagiert er gelassen und korrigierend. Ganz wie ein großer Staatsmann, der den ungehorsamen Buben väterlich auf die Finger klopft. Eine Rechnung, die bis heute aufgegangen ist und der Haider-Partei eine Wahlniederlage nach der anderen bescherte. Dass das blaue Lager immer nervöser reagiert, liegt auf der Hand. Riess-Passer weiß keine Antwort. Und auch der Versuch des Bärentalers, von Klagenfurt aus die Fäden zu ziehen und sich mit dem Mäntelchen einer Familien- und Arbeitnehmerpartei zu schmücken, blieb bis dato erfolglos.
Die differenzierte Beurteilung beider Parteien durch die Wähler spiegelt sich auch in der Einschätzung von Personen wider: Während der blaue Milliardär Prinzhorn als Unperson gilt, ist der schwarze Milliardär Bartenstein auf jeder Beliebtsheitsskala vorne zu finden.

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