Causa Handelswissenschaft & Chinesisch: Richtigstellung

Wien (OTS) - Herr Werner Hromada hat am 10.01.2000 via OTS der APA die Meldung:

GRAS: Skandalöse Studierendenfeindlichkeit von WU-Rektor Hansen Utl.:
Das "juristische K.o. für Wirtschafts-SinologInnen" entbehrt jeder rechtlichen Grundlage"

publiziert. In diesem Text (OTS0049) werden unwahre Behauptungen aufgestellt und gegen WU-Rektor Hans Robert Hansen falsche Beschuldigungen erhoben. In sämtlichen angesprochenen Punkten ist das Gegenteil der von Herrn Hromada aufgestellten Behauptungen der Fall:

Durch eine Gesetzesänderung ist die Kombination Bakkalaureat -Diplomstudium nicht mehr möglich; im konkreten Fall ist davon das individuelle Diplomstudium "Handelswissenschaft und Chinesisch" betroffen. Die betreffenden Studierenden wurden seitens der WU über die aktuelle Rechtslage informiert. Der Rektor der Wirtschaftsuniversität hat unverzüglich bei BM Gehrer interveniert, um eine Änderung der betreffenden gesetzlichen Regelung zu erreichen. Seitens des Ministeriums wurde mitgeteilt, dass eine Gesetzesänderung in Vorbereitung wäre, die es ermöglichen soll, zukünftig auch Fächer aus Bakkalaureats- oder Magisterstudien in einem individuellen Diplomstudium zu verwenden.

Die Behauptung, Rektor Hansen hätte 40 Studierenden die Zulassung zum individuellen Diplomstudium "Wirtschaftswissenschaften gekoppelt mit Sinologie" verweigert, ist schlichtweg falsch. Die WU hat bisher keinem einzigen Studierenden die Zulassung oder Rückmeldung zu diesem individuellen Diplomstudium verweigert und wird dies auch in Zukunft nicht tun, wovon auch alle betroffenen Studierenden brieflich in Kenntnis gesetzt wurden. Von einer "Verhinderung am Studieren" oder "studierendenfeindlichem Verhalten" kann angesichts dieser Fakten keine Rede sein; das Gegenteil ist der Fall.

Weiters behauptet Herr Hromada, "der neue Studienplan für das Lehramtsstudium "Biologie und Warenlehre" hätte vom Rektor nicht die finanzielle Bedeckbarkeit bescheinigt bekommen, obwohl ihn dies keinen Groschen gekostet hätte." Auch diese Behauptung ist unrichtig. Eine Evaluierung dieses von Uni Wien und WU gemeinsam angebotenen Studiums hat ergeben, dass in "Biologie und Warenlehre" seit dem Studienjahr 1990/91 nur sieben Studienabschlüsse verzeichnet wurden. Eine Weiterführung dieses Studiums hätte einen Aufwand von zirka 120 Semesterwochenstunden mit sich gebracht. Ein Ressourceneinsatz dieser Größenordnung ist angesichts der budgetären Engpässe der WU nicht vertretbar. Im übrigen wurde die Entscheidung, das Studium "Biologie und Warenlehre" nicht über das Jahr 2002 hinaus weiter zu führen, nicht vom Rektor, sondern vom höchsten Entscheidungsgremium der WU, dem Universitätskollegium, mit großer Mehrheit getroffen.

Im Bestreben, eine angemessene akademische Gesprächskultur zu pflegen, sind Aussagen, wie "Hansen hat sich bereits einmal bewußt über gesetzliche Regelungen hinweggesetzt", nicht angebracht. Herr Hromada wurde auf die rechtliche Relevanz von derlei falschen Anschuldigungen hingewiesen.

DI Markus Lauboeck WU-Pressesprecher

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