Niederwieser fordert Gesundheit und Sozialarbeit als Schwerpunkt im FH-Anbebot

Wien (SK) "Einen prioritären Schwerpunkt Gesundheit und Sozialarbeit im FH-Angebot" fordert SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser vom neuen Präsidenten des Fachhochschulrats Claus Raidl. Der stark technik- und wirtschaftsdominierte FH-Sektor müsse um die Bereiche Gesundheit und Sozialarbeit erweitert werden. Dies auch deshalb, um das FH-Angebot für Frauen attraktiver zu gestalten, so Niederwieser am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Bei Gesundheits- und Sozialberufen handelt es sich um einen Sektor mit überproportional hohem Anteil an weiblichen Studierenden. Dieses Faktum muss berücksichtigt werden", stellt Niederwieser fest. Hinsichtlich der Finanzierung müsse es noch zu einer gerechten Lösung zwischen Sozialakademien und FH-Betreibern im Gesundheitsbereich kommen. "Es kann nicht sein, dass Studienplätze an Sozialakademien mit etwa 100.000 Schilling gefördert werden und jene an FH nur mit der Hälfte davon", kritisiert Niederwieser.

Positiv wertet Niederwieser den von FH-Präsident Raidl angestrebten Ausbau der anwendungsbezogenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Fachhochschulen. "Wirtschaftsnahe Forschung ist die Domäne von Fachhochschulen, wodurch der Praxisbezug und die Einnahmemöglichkeiten für FH verbessert werden", so der SP-Wissenschaftssprecher.

Ansonsten betrachtet Niederwieser die Pläne des neuen FH-Chefs als "Gemeinplätze konservativer Bildungsideologie". "Es ist geradezu paradox, dass einen Tag, nachdem Raidl die Studiengebühren begrüßt, von der Wirtschaftskammer die Forderung nach zweijährige IT-Kollegs kommt, wobei die WK die positiven Effekte durch die Umgehung von Studiengebühren ausdrücklich betont", so Niederwieser. Weitere Vorhaben Raidls möchte der SP-Wissenschaftssprecher noch nicht kommentieren, die von den beiden Vorgängern - den Universitätsprofessoren Rauch und Schelling - gelegte Latte sei jedenfalls sehr hoch. (Schluss) ps/mm

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