Bures: Zwist um Zuwanderungsquote für IT-Experten ist verantwortungslos

Wien (SK) Eine klare und unmissverständliche Linie der Regierung zur Behebung des Arbeitskräftemangels im Bereich der Informationstechnologie fordert SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures. "Wie lange werden sich Kanzler Schüssel und die FPÖ noch der wirtschaftlichen Vernunft verweigern?", fragte Bures. Während Innenminister Strasser die Bedeutung der Zuwanderung für Österreichs Wirtschaftsstandort und die Situation der Arbeitsplätze im heutigen "Kurier" neuerlich bekräftige, beschränke sich Schüssels Einschätzung dieser für Österreichs Wettbewerbsfähigkeit so wesentlichen Frage auf eine einzige unrealistische und zynische Wortmeldung. Von der FPÖ sei erwartungsgemäß ohnehin nur ein kategorisches Nein zu hören. Die SPÖ fordert zur Behebung des IT-Arbeitskräftemangels in erster Linie Qualifikationsmaßnahmen für die eigene Bevölkerung. Zur kurzfristigen Abhilfe müsse außerdem die Zuwanderungsquote für IT-Experten erweitert werden, forderte Bures gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Mittelfristig gebe es einen jährlichen Bedarf von 8.000 zusätzlichen IT-Fachkräften. Wenn pro Jahr fünf- bis sechstausend neue Fachkräfte in Österreich ausgebildet werden, dann würde dies mittelfristig einen Bedarf von zwei- bis viertausend Schlüsselkräften aus dem Ausland bedeuten. "Der Bedarf an zusätzlichen IT-Experten ist seit langem bekannt", so Bures, "doch die Koalition ist unfähig, darauf zu reagieren". Die Unfähigkeit dieser Regierung zur Problemlösung werde so zur Gefahr für die Wirtschaft und Beschäftigung in Österreich.

Bures plädierte - um den mittelfristigen Bedarf zu decken - für ein Sofortprogramm, mit dem die Schülerzahlen in den berufsbildenden höheren Schulen um 5.000 Plätze aufgestockt werden. Zweitens müsse es für 5.000 mögliche Bewerber ein einjähriges Kolleg geben, wo man notwendige Fertigkeiten nach einer Art AHS-Matura oder nach einer einschlägigen Vorbildung erwerben kann. Drittens müsse es Maßnahmen des AMS geben, um die Anzahl der Qualifizierten anzuheben. Um den kurzfristigen Bedarf zu decken, sei allerdings die Erhöhung der Quote für ausländische Schlüsselarbeitskräfte unabdingbar. (Schluss) se

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