AKNÖ Präsident Staudinger fordert Masterplan zur EU-Erweiterung

Arbeiterkammer präsentiert aktuelle Infrastrukturanalyse für Niederösterreich

Wien (OTS) - "Um für die EU-Osterweiterung gut vorbereitet zu sein, muss es einen eigenen Masterplan für Niederösterreich geben", fordert AKNÖ-Präsident Josef Staudinger anlässlich der Präsentation eines "Rahmenkonzepts zur Infrastrukturentwicklung" am Donnerstag, den 11. Jänner 2001. In der Studie, die das Forschungszentrum Seibersdorf für die AK Niederösterreich erstellte, werden dazu 30 Maßnahmenbündel zum gezielten Ausbau der NÖ Infrastruktur genannt. "Diese sollen in die praktische Arbeit von Bund, Land und Gemeinden einfließen. Wir werden die Studie allen Verantwortlichen zur Verfügung stellen und sie um Stellungnahme zu den Vorschlägen bitten", führt Staudinger aus. Die AKNÖ selbst wird im Rahmen des Programms AK-Plus im Aus- und Weiterbildungsbereich neue Akzente setzen.

"Je mobiler Kapital und Menschen werden, desto wichtiger ist die Infrastruktur einer Region. Denn diese ist für die Standort-Wahl eines Unternehmens ausschlaggebend", erklärt AKNÖ-Präsident Staudinger. Daher habe die Arbeiterkammer eine detaillierte Untersuchung beim Forschungszentrum Seibersdorf in Auftrag gegeben. Die Experten haben eine Analyse der Ist-Situation und ein Basisszenario für die künftigen Entwicklungen erstellt. Dabei wurden vier Grundprinzipien beachtet: Die Erhöhung der Netzwerkfähigkeit, die Förderung von Innovationen, die Auswirkungen auf die Umwelt und die Einbindung neuer Finanzierungsformen.

30 Maßnahmenpakete für Niederösterreich

Mit diesen Bausteinen wurden rund 30 Maßnahmenbündel entwickelt und kritisch überprüft. Die vorgeschlagenen Maßnahmen reichen vom Ausbau der Verkehrswege, dem Lückenschluss bei einigen Projekten, über die Nutzung von Synergieeffekten bei der Ver- und Entsorgung bis zur Schaffung besserer Vernetzungen besonders im Bildungs- und Forschungsbereich. Konkrete Vorschläge gibt es auch für den Ausbau des Flughafens und der Binnenschifffahrt auf der Donau.

Bessere Kooperation Wien-Niederösterreich

Der spezifischen Situation der beiden Bundesländer Niederösterreich und Wien wurde ein eigenes Kapitel gewidmet. "Hier zeigt die Untersuchung deutlich, dass es zwischen Wien und Niederösterreich eine bessere Kooperation geben muss", stellt Staudinger fest und fordert mehr Initiativen. Nach den Untersuchungen der Experten reichen die Strukturen der bisherigen Zusammenarbeit nicht aus, um die künftigen Herausforderungen zu meistern.

AKNÖ setzt Initiativen im Bildungsbereich

"Es ist einerseits Aufgabe der AKNÖ Grundlagenarbeit zu leisten und Studien wie die vorgelegte Infrastrukturanalyse zu initiieren und zu veröffentlichen", erklärt auch AKNÖ-Direktor Mag. Helmut Guth bei der Pressekonferenz. Er sieht in der Studie aber auch einen konkreten Arbeitsauftrag für die AKNÖ: "Andererseits sind auch wir Teil der institutionellen Infrastruktur in Niederösterreich und daher selbst gefordert, aktiv zu werden. Wichtigstes Aufgabengebiet ist dabei nach Ansicht unserer Mitglieder der Aus- und Weiterbildungsbereich und die Verbesserung der Infrastruktur im Bereich der Erwachsenenbildung". Im Rahmen des Programms AK-Plus wird die AKNÖ eine Reihe von Maßnahmen vorschlagen bzw. selber umsetzen. Das Angebot soll bis zum Frühsommer 2001 fertiggestellt werden.

Die AKNÖ-Experten für Infrastrukturfragen, DI Georg Mayer und DI Thomas Kronister, erreichen Sie unter 01/58883-1638 und 1602. AKNÖ-Öffentlichkeitsarbeit: 01/58883-1252 und 1254.

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