ARBÖ: Lkw-Maut-Verzögerung ist ungerechtfertigte Quersubventionierung des Lkw-Verkehrs durch private Kraftfahrer

Wien (ARBÖ) - Durch eine seit 1998 wiederkehrende Verzögerungspolitik bei der Lkw-Maut verzichtet die
Bundesregierung auf Milliarden Schilling für den Straßenbau. Die Frächter werden geschont, die privaten Autofahrer hingegen bei der Mautvignette kräftig zur Kasse gebeten, kritisiert der ARBÖ.

Im Regierungsübereinkommen der Bundesregierung wurde die Einführung der Lkw-Maut mit 1. Juli 2002 festgesetzt, jetzt soll sie frühestens Mitte 2003 beziehungsweise spätestens Anfang 2004 kommen. Mit der Verzögerung bei der Einführung der Lkw-Maut zementiert die Bundesregierung die massive und ungerechtfertigte Quersubventionierung des unternehmerischen Schwerverkehrs durch
den privaten Pkw-Verkehr, betont der ARBÖ.

Für den ARBÖ bedeutet jede weitere Verzögerungen bei der Lkw-Maut den Verzicht auf Straßenbau und Straßenerhaltung. Jedes Jahr an Verschiebung kostet dem Finanzminister 2,5 Milliarden
Schilling, von 1998 bis 2003 sind es rund 15 Milliarden Schillinge an Einnahmen für den Straßenbau.

Auch die Verkehrssicherheit leidet darunter. Der stetig
steigende unternehmerische Schwerverkehr sorgt für kaputt
gefahrene Schnellstraßen und Autobahnen und lässt das Unfallrisiko steigen. Nach Meinung des ARBÖ hängt die Verkehrssicherheit, insbesondere die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, mit gut ausgebauten und erhaltenen Straßen eng zusammen. Daher muss der Lkw-Verkehr umgehend mehr als bisher zur Finanzierung der Infrastruktur beitragen, damit wieder ein Vorwärtskommen im Straßenbau erkennbar wird.

"Wer den Schwerverkehr schont, garantiert letztendlich die ungezügelte Zunahme des Güterverkehrs durch Österreich mit all seinen negativen Folgen," so der ARBÖ abschließend.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 89121-244
e-mail: presse@arboe.at
Internet: http://www.arboe.at

ARBÖ Presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR/NAR