AK Tumpel: Stopp für die Autobahnvignette bis zur Einführung der Lkw-Maut

Pendler dürfen nicht für den Schwerverkehr zur Kasse gebeten werden

Wien (AK) - Einen Stopp für die Autobahnvignette, bis die Lkw-Maut wirklich kommt, fordert AK Präsident Herbert Tumpel, angesichts der neuerlichen Verschiebung der kilometerabhängigen Lkw-Maut in Österreich auf 2003. "Es kann nicht sein, dass Pkw-Fahrer und Pendler ständig die Zeche für die Lkw-Lobby zahlen", sagt Tumpel. Die ewigen Verschiebungen der Lkw-Maut seit 1998 haben bisher zwölf Milliarden Schilling gekostet, jedes weitere Jahr kostet drei Milliarden Schilling. Geld, dass für wichtige Verkehrsprojekte dringend notwendig wäre. "Wenn es darum geht, den Schwerverkehr zu entlasten, schließt die neue Verkehrsministerin nahtlos an ihren Vorgänger an", sagt Tumpel. ****

Stopp für die Vignette
"Für 2001 haben die meisten Pkw-Lenker und Pendler die Vignette schon gekauft", sagt der AK Präsident, "diese Vignette soll auch für die kommenden Jahre gelten, so lange bis die Lkw-Maut wirklich eingeführt wird." Die Arbeitnehmer zahlen durch die höheren Vignettenpreise und die Versicherungssteuer jährlich 5,5 Milliarden Schilling, sagt Tumpel. Damit zahlen sie dreimal so viel wie die Wirtschaft. "Es kann nicht sein, dass die Arbeitnehmer den Schwerverkehr quer subventionieren", kritisiert Tumpel das neuerliche Versagen der schwarz-blauen Verkehrspolitik. Er fordert, dass die Lkw-Maut zum festgesetzten Termin kommt und dass sie statt der vorgesehenen zwei Schilling auf vier Schilling angehoben werden muss. In der Schweiz kostet die Lkw-Maut heuer fünf Schilling pro Kilometer, verweist Tumpel.

Ausgleich für die ArbeitnehmerInnen

Für 2001 hat die Regierung das große Pendlerpauschale erhöht. "Das ist viel zu wenig", kritisiert Tumpel, "vier von fünf Pendler haben davon nichts." Er fordert, dass auch das kleine Pendlerpauschale um 30 Prozent erhöht wird. Außerdem muss das Kilometergeld um 30 Groschen pro Kilometer angehoben werden, fordert der AK Präsident.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 501 65-2152
email: akpresse@akwien.or.at
http://www.akwien.atAK Wien Presse Christian Spitaler

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AKW