Ernährungsservice: Brauner zieht positive Bilanz

Zunahme der Kontakte um fast 20 Prozent - 3.400 BSE-Anrufe

Wien, (OTS) In vielfacher Hinsicht konnte die Stadt im vergangenen Jahr die Lebensmittelqualität auf einem sehr hohen Niveau halten, erklärte Konsumentenstadträtin Mag. Renate Brauner Donnerstag in der Rathauskorrespondenz. Auch im Bereich der Konsumenteninformation konnte die Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Stadt Wien wieder einen großen Schritt vorwärts machen. Das "Wiener Lebensmittel- und Ernährungsservice" konnte als kostenlose Helpline eine Zunahme der KundInnenkontakte um fast 20 Prozent verzeichnen.

10.873 Probenziehungen, 424 Betriebsbegehungen, Beanstandungsrate bei 39 Prozent

Dass die Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Stadt Wien, MA 38, überaus aktiv war, belegt die Zahl der untersuchten Proben:
10.873 Proben (davon 7.951 amtliche Lebensmittelüberwachung und 2.916 Privatproben) kamen unter die Lupe der Hygieniker. Dass
unter den amtlichen Proben 39 Prozent zu beanstanden waren, damit ein langjähriger Durchschnitt erzielt wurde, ist für die Stadträtin ein Zeichen für die Arbeit und Präsenz des Marktamtes und der Untersuchungsanstalt. Sie betont gleichzeitig, dies heiße nicht, dass 39 Prozent aller Lebensmittel bedenklich seien. Proben würden auf konkreten Verdacht hin gezogen. Überdies wurden 424 Betriebsbegehungen durchgeführt.

Thema Fleisch: 3.400 Anrufe in zwei Monaten

Gab es im Jahr 1998 insgesamt 4.301 Kontakte, so war ein Jahr später ein Zuwachs um über 100 Prozent auf 9.180 Telefonaten Mails oder persönlichen Gesprächen zu verzeichnen. Und im abgelaufenen Jahr steigerte sich dies erneut um 20 Prozent auf 11.432 Kontakte. Wie die Abteilungsleiterin Dr. Maria Safer hervorhebt, ist diese beachtliche Resonanz auch auf den Dauerbrenner Fleisch bzw. die BSE-Problematik zurückzuführen. Allein seit Ende Oktober hätten 3.400 (fast ein Drittel aller AnruferInnen des Jahres) besorgte BürgerInnen sich über die Prionenerkrankung erkundigt.

Eine detaillierte Analyse ergibt, dass ein kleiner Teil (ca.
15 Prozent) Fragen darüber stellten, was eigentlich hinter dieser Krankheit steckt, wie sie sich auswirkt und ob es Therapieformen gibt. Ein überwältigender Anteil von 70 Prozent war besorgt, was jetzt noch gegessen werden darf. Sind Gelatine, Suppenwürfel, ausländisches Rindfleisch, Pharmazieprodukte oder Milchprodukte weiterhin harmlos?

Brauner: Bestätigung der guten Aufklärungsarbeit der Stadt Wien

Brauner sieht in dieser positiven Bilanz ebenso eine Bestätigung für die gute Arbeit der Konsumentenschützer im Rathaus, im besonderem aber für den Weg, dem mündigen KonsumentInnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Sehr aktiv und erfolgreich war das Beratungsservice durch etliche Publikationen
und Veranstaltungen. Das erfahrene Team rund um den Leiter der Helpline, Dr. Martin Hofer, produzierte im Rahmen eines eigenen Schwerpunktthemas eine Infobroschüre "Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit", Infoblätter über Probiotika, Bioaktive Substanzen, Histamine oder auch Nahrungsmittelallergien.

Das "Wiener Lebensmittel und Ernährungsservice" steht unter Tel. 4000-8038 oder per eMail: lb@ma38.magwien.gv.at in der Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Stadt Wien, Henneberggasse 3, 1030 Wien für alle Anfragen zur Verfügung. (Schluss) wb

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