Niederwieser verlangt Aufklärung von Gehrer: Wird das Institut für Erwachsenenbildung in Strobl verkauft oder nicht?

Wien (SK) In den Beratungen des Budgetausschusses hat Bundesministerin Gehrer im Zusammenhang mit dem Bundesinstitut für Erwachsenenbildung in Strobl über Pläne zur Schaffung eines europäischen Kompetenzzentrums für Erwachsenenbildung berichtet. Gerade in den letzten Wochen werden jedoch die Gerüchte, dass die blau-schwarze Regierung den Verkauf der Liegenschaft in Strobl überlegt, immer lauter. Es ist an der Zeit, dass die zuständige Bundesministerin Gehrer klare Worte spricht und die Unsicherheiten, die unter anderem auch 30 MitarbeiterInnen im Institut betreffen, ausräumt, betonte Mittwoch SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Niederwieser richtete auch eine parlamentarische Anfrage an Bundesministerin Gehrer betreffend der Absichten des Bundes. Das Areal hat eine bewegte Vergangenheit, wurde es doch 1938 von den Nationalsozialisten als jüdisches Vermögen enteignet. Seitens der Republik wurde nach 1945 die Zweckwidmung für Volksbildung und für eine internationale Sommerakademie zugesagt. Fraglich scheine, ob die jetzige Bundesregierung diese Zusage auch in Zukunft einhalten werde. "In Strobl kursieren die wildesten Gerüchte, unter anderem auch Pläne für die Errichtung eines Wellness-Zentrums, die sowohl die MitarbeiterInnen als auch die KursteilnehmerInnen verunsichern", so Niederwieser.

Im Ministerrat wurde die Ausgliederung und die Änderung der Rechtsform unter anderem auch des Bundesinstitutes für Erwachsenenbildung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kunst - kurz BifEB - beschlossen. Das Vermögen wird der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) übertragen. Schwierig könnte sich in diesem Zusammenhang der ebenfalls bestehende und kostendeckend arbeitende Hotelbetrieb mit 100 Betten und rund 18.000 Nächtigungen pro Jahr erweisen. Muss er doch nach wirtschaftlichen Kriterien geführt werden. Es ist wichtig, dass der Bildungsauftrag erhalten und ausgebaut wird. Ich fordere daher Ministerin Gehrer auf, sich für faire Verträge für das Institut in Strobl einzusetzen, so Niederwieser abschließend. (Schluss) ml/mm

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