AK-Präsident Wipplinger: Hände weg von der Abfertigung! Keine Verringerung des Abfertigungsanspruchs

Linz (AKO) Die jetzige Bundesregierung hat sich in ihren Koalitionsübereinkommen zum Ziel gesetzt, die Abfertigung in eine Zusatzpension umzuwandeln. "Schon diese Pläne hätten für viele Arbeitnehmer massive Verschlechterungen bedeutet. Die Forderung von Minister Haupt, Abfertigungsansprüche verpflichtend in eine Pensionskasse einzubringen und die Abfertigung in einer Übergangsphase erhöht zu besteuern, schlägt dem Fass den Boden aus", kritisiert AK-Präsident Hubert Wipplinger die Regierungsvorhaben.

"Die Abfertigung ist ein Entgelt, das durch die Arbeitsleistung bereits verdient worden ist", stellt Wipplinger klar. Daher haben alleine die Arbeitnehmer zu entscheiden, ob sie nun eine Zusatzpension oder eine Abfertigung nach Beendigung eines Dienstverhältnisses wollen. Strikt lehnte Wipplinger auch die Abschaffung des begünstigten Steuersatzes von sechs Prozent ab.

"Die Schlagworte, Abfertigung neu auch bei Selbstkündigung’ oder, Rucksackprinzip’ sollten nur die wirklichen Absichten verschleiern. Die Regierung will einfach die freie Verfügbarkeit der Abfertigung abschaffen", so Wipplinger. "Geplant war und ist ein drastischer Anschlag auf die Abfertigung selbst, dem wir mit aller Vehemenz entgegentreten werden."

Die politischen Absichten hinter diesen Vorstößen sind nur allzu durchsichtig. Mit der geplanten Verpflichtung, die Abfertigungsansprüche in eine Pensionskasse einzubringen, sollen nur die Unternehmer entlastet werden, die dann weniger in die gesetzlichen Pensionskassen einzahlen müssen. Somit steht mit diesem Vorstoß nicht nur die Abfertigung sondern das gesamte Sozialsystem zu Disposition.

Die Abfertigung müsse vielmehr vom ersten Arbeitstag an ansteigen und auch bei Selbstkündigung ausbezahlt werden, skizzierte Wipplinger die Forderungen der Arbeiterkammer.

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