Ausgezeichnete Chancen für Österreichs Wirtschaft im Oman

FERRERO-WALDNER sieht Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Gas-Industrie, Energie, Wasserwirtschaft, Fremdenverkehr und Spitalsektor.

(Muscat-OTS) "Die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen mit den Ländern der Golfregion ist angesichts des verschärften internationalen Wettbewerbs vorrangig geworden. Überdies verfügt Österreich in diesem Raum über den Vorteil eines hohen und positiven Bekanntheitsgrades", erklärte Außenministerin Benita FERRERO-WALDNER heute nach Gesprächen im Oman. Nach Ansicht der Außenministerin hätten österreichische Firmen vor allem im Bereich Energie, Wasserwirtschaft, Umwelt, Infrastrukturausbau sowie im Spitalssektor gute Marktchancen. "Neben dem klassischen Export gewinnen aber auch andere Formen der Zusammenarbeit immer mehr an Bedeutung, insbesondere im Dienstleistungssektor wie zum Beispiel Sonderanfertigungen, Erstellung von Engineeringkonzepten oder Montagearbeiten bei internationalen Großprojekten", so die Außenministerin. Im Bereich der Gas-industrie und der Energiewirtschaft sieht FERERO-WALDNER durch eine Vielzahl von Projekten mit gesicherter Finanzierung gute Chancen für österreichische Firmen als Zulieferer zum Zug zu kommen und Österreichs Marktposition im Oman zu verbessern.

"Sehr gute Möglichkeiten" für eine Intensivierung der omanisch-österreichischen Wirtschaftsbeziehungen sieht FERRERO-WALDNER nach ihren Gesprächen im Oman im Bereich Fremdenverkehr. Die landschaftlichen Schönheiten und die klimatische Situation im europäischen Winter sowie eine gute Infrastruktur bringen immer mehr Europäer als Touristen ins Land. "Meine omanischen Gesprächspartner haben mir bestätigt, daß von omanischer Seite Kooperationspartner im Bereich der Ausbildung von Hotelpersonal sowie beim Ausbau von Fremdenverkehrseinrichtungen gesucht werden, da das Sultanat den Fremdenverkehr ausbauen möchte, um von den Erdöleinkünften unabhängiger zu werden. Auch sind eine Reihe von Hotelprojekten in Planung oder im Bau und bieten daher Liefer- und Investitionsmöglichkeiten", sagte FERRERO-WALDNER.

Den im vergangenen Jahr (9. November 2000) erfolgten Beitritt des Oman zur WTO wertet Außenministerin Benita FERRERO-WALDNER als ein wichtiges Signal. "Der Oman bekennt sich mit seinem Beitritt zur WTO zu den Prinzipien des mulilateralen Handelssystems, das stabile und berechenbare Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und die Mitgliedstaaten schafft". Als Folge des WTO-Beitritts können künftig ausländische Unternehmungen zur Gänze Eigentümer von Produktionseinheiten werden; bisher war dieses Eigentumsrecht mit 49 % begrenzt, soweit das Grundkapital dieser Unternehmungen zumindest 1,3 Mio. US$ ausmacht. "Hiermit öffnet auch Oman ausländischen Investoren den Zugang zum Land, der bisher gefehlt und so die Entwicklung des industriellen Sektors behindert hat. Die in Aussicht genommene Privatisierung der staatlichen Telefongesellschaft OMAMTEL ist als erster bedeutender Schritt in Richtung Restrukturierung und Privatisierung der Wirtschaft anzusehen", so FERRERO-WALDNER.

In ihren Gesprächen erörterte die Außenministerin auch auf die Situation auf dem Erdölmarkt. FERRERO-WALDNER sprach sich dabei für eine Weiterführung und Vertiefung des Dialogs zwischen Förder- und Verbraucherländern aus. "Wir müssen eine Stabilisierung der Rohölpreise auf einem vernünftigen, im Interesse aller Förder- und Verbraucherländer liegenden Niveau erreichen, damit das Wirtschaftswachstum erhalten werden kann", so die Außenministerin (Schluß).

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