ORF-"Kunst-Stücke": Neuer Inhalt, neuer Chef, neues Design

Themenabend "Visionen": Donnerstag, 11. Jänner, 23.35 Uhr, ORF 1

Inhaltlich und optisch neu gehen die "Kunst-Stücke" ins nächste Jahrtausend. Dass die neuen "Kunst-Stücke" viel zu bieten haben, präsentierte gestern, Dienstag, dem 9. Jänner 2001, ORF-TV-Kulturchefin Dr. Haide Tenner gemeinsam mit dem Redaktionsteam im Rahmen eines Pressegesprächs. "Mit ’Kunst-Stücke neu’ streben wir eine noch klarere Positionierung innerhalb des großen Angebots unserer Kultursendungen an, wodurch sich eine Verstärkung der eigenen Farben ergibt", umreisst die TV-Kulturchefin das neue Programm. Der Bogen reicht von außergewöhnlichen Themenabenden, über neue Serien, wie "Rampenfieber", in der junge Kabarettisten, die derzeit noch als Geheimtipp gelten, einem breiteren Publikum vorgestellt werden, bis zu der vor kurzem gestarteten Aktion "Zeitwenden_Zeit wenden", ein "Work in Progress" auf Initiative der "Kunst-Stücke". Junge Künstler wurden eingeladen, sich mit der Kunst- und Ausstellungssituation im Jahr 2068 zu beschäftigen. Die ungewöhnlichen Räumlichkeiten für diese Ausstellung wurden von der Firma Palmers zur Verfügung gestellt. Die 300 Quadratmeter große abgewohnte Wohnung im 7. Bezirk in Wien war gestern nicht nur ein außergewöhnlicher Schauplatz für das Pressegespräch, man konnte sich auch bereits einen ersten Eindruck über die 17 Kunst-Projekte, die dort in den nächsten Wochen entstehen sollen, verschaffen.

Neuer Sendungsverantwortlicher
Karl Khely, der seit Anfang Jänner 2001 der neue Sendungsverantwortliche der "Kunst-Stücke" ist, erklärte ebenfalls seine Pläne für die Sendung. "’Kunst-Stücke neu’ sind nicht die radikale Veränderung eines seit langem bestehenden Sendekonzepts, sondern die längerfristige, behutsame Eroberung neuen Terrains." Angestrebt wird eine übersichtlichere Strukturierung der gesamten Sendefläche, die aber dadurch nichts an Überraschungen und Spontaneität einbüßt. Durch gezielte Planung soll vor allem eine bewusste Alternative zur "ZiB 3", die während der "Kunst-Stücke" auf ORF 2 läuft, angeboten werden. In der ersten halben Stunde steht Humor auf dem Programm, dann Eigenproduktionen, echte "Kunst-Stücke", und danach ein "Schaustück", meist innovative Dokumentationen oder Art-Filme. Ab 2001 wollen die "Kunst-Stücke" auch dem Art-Film neben internationalen Dokumentationen wieder eine verstärkte Spielfläche bieten. Einige "Kunst-Stücke"-Premieren für 2001 sind unter anderem der preisgekrönte Film von Thomas Vinterberg, "Das Fest", und Patrice Chéreaus kontroverser Film "Wer mich liebt, nimmt den Zug", über Leben und Tod mit Jean-Louis Trintignant.

Neues Design
Veränderungen gibt es auch bei der optischen Präsentation. Ab Februar 2001 moderiert Andrea Schurian die "Kunst-Stücke" in einem neuen Studio mit neuem Design. Das Weiß im Studio wird prinzipiell beibehalten. Der bisher harte Kontrast wird mit Licht und Form weicher gemacht. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung des bisherigen Erscheinungsbildes durch den Architekten Stuart Veech. Auch das grafische Erscheinungsbild wird der Zeit angepasst. Die neue Signation wurde bei der Pressekonferenz erstmals vorgeführt. Seit Jänner 2001 sind die "Kunst-Stücke" ausgelagert und der neue Produzent ist Martin Kraml, Chef der Firma MMK TV Produktions GmbH. Ende Juni feiern die "Kunst-Stücke" ihr 20-Jahr-Jubiläum. Das große Geburtstagsfest ist derzeit in Planung.

"Zeitwenden_Zeit wenden"
Idee und Umsetzung der Ausstellung "Zeit wenden_Zeit wenden" stammen von "Kunst-Stücke"-Präsentatorin Andrea Schurian. Präsentiert wird diese Aktion gleich in der ersten "Kunst-Stücke"-Sendung am Donnerstag, dem 11. Jänner, um 23.35 Uhr in ORF 1, (in der Stanley Kubricks 1968 entstandene "2001 - Odyssee im Weltraum" Anlass für den Themenabend "Visionen" ist). Dieses "Work in Progress" läuft unter Kamerabeobachtung. Die "Kunst-Stücke" begleiten und dokumentieren das Projekt punktuell. Seit dem 9. Jänner ist die Ausstellung geöffnet und bis 5. Februar zu besichtigen - von Montag bis Freitag von 17.00 bis 22.00 Uhr und Samstag von 12.00 bis 15.00 Uhr. Ebenfalls in der ersten Sendung wird ein Trip zurück in Aldous Huxleys Zukunft unternommen. Vor 70 Jahren verfasste der britische Autor die Schreckensvision einer visionslosen und daher instrumentalisierbaren Normgesellschaft in seinem Roman "Brave New World". Beate Thalberg geht in ihrem Film der Frage nach, was bereits Realität geworden ist. Weiters sind zu sehen: "Nachtvorstellungen", ein visionäres Experiment von Antonin Svoboda, und "Future Heritage", ein Film von Arash zum Thema, Kunst und Zukunft - ein Widerspruch?.
Die neue Kabarettreihe "Rampenfieber" startet am Donnerstag, dem 18. Jänner, mit einem "Best of"-Programm von Severin Gröbner: "Jetzt noch "Gröbner" - Eine One-Man-Show.

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