Wirtschaftskammer startet Aktionsprogramm zur Marktbearbeitung Serbiens

Österreichs Außenhandel mit Jugoslawien steigt rasant an

Wien (PWK011) - Das Ergebnis der Parlamentswahlen in der Bundesrepublik Jugoslawien hat der Demokratischen Opposition Serbiens (DOS) die Regierungsrolle übertragen, womit die Weichen für Reformen im Sinne einer konkurrenzfähigen Wirtschaft, politischer Transparenz und dem Vorantreiben der West-Integration gestellt sind. Die österreichische Wirtschaft, die seit jeher über enge Beziehungen mit Jugoslawien verfügte, ist an einer guten Zusammenarbeit von Beginn des neuen Kurses weg sehr interessiert und startet daher 2001 mit einem speziellen Aktionsprogramm für die Marktbearbeitung in Serbien.

"Das Programm beinhaltet eine Markterkundungsreise von WKÖ-Präsident Leitl mit einer österreichischen Firmendelegation am 25. Jänner nach Belgrad und eine allgemeine Wirtschaftsmission Mitte Februar als operativer follow-up", berichtet der zuständige Länderreferent in der WKÖ, Peter Hasslacher. Am 16. Jänner wird gemeinsam mit dem Institut für den Donauraum und Mitteleuropa ein Jugoslawien-Seminar unter dem Titel "Serbien nach den Wahlen" in Wien stattfinden und im März ein Informationsveranstaltung über die Geschäftschancen in Südosteuropa für heimische Firmen abgehalten, wobei besonders Finanzierungsmöglichkeiten aufgezeigt werden sollen. "In einer Vereinbarung zwischen dem österreichischen Wirtschaftsministerium und der Wirtschaftskammer Österreich wurde vor kurzem auch ein gemeinsames Soforthilfeprogramm für den Wiederaufbau der jugoslawischen Wirtschaft in der Höhe von einer Million Euro beschlossen. Jugoslawien ist auf die Unterstützung und die Kontakte von außen angewiesen um die Kriegsfolgen möglichst rasch zu beseitigen und eine Normalisierung des wirtschaftlichen, politischen und sozialen Lebens zu erreichen", erklärt Hasslacher.

Während die österreichischen Exporte in die Bundesrepublik Jugoslawien von 1997 bis 1999 von 2,7 Mrd Schilling auf 1,9 Mrd zurückfielen, verzeichneten diese 2000 wieder einen sprunghaften Anstieg: von Jänner bis September um fast 60 Prozent auf 1,9 Mrd Schilling. Auch die Importe aus Jugoslawien erholen sich allmählich und nahmen in den gleichen Monaten um 36 Prozent zu. Die Aufbruchsstimmung zeige sich auch anhand ständig steigender Zahlen von Anfragen österreichischer Firmen sowohl an der Außenhandelsstelle in Belgrad als auch im Länderreferat Jugoslawien der Wirtschaftskammer Österreich in Wien, weiß Hasslacher. "Mit dem 'Aktionsprogramm Serbien' setzen wir einen kräftigen Akzent zur Forcierung der auflebenden bilateralen Wirtschaftsbeziehungen."

Die internationale Staatengemeinschaft, vor allem die EU, will mit Hilfe des "Stabilitätspaktes für Südeuropa" zum wirtschaftlichen Aufschwung und zur politischen Stabilität in der Region beitragen und Jugoslawien wieder in den Europäischen Staatenverbund integrieren. Der Außenhandel Jugoslawiens wird daher in der nächsten Zeit einen kräftigen Schub erfahren. "Für die österreichische Wirtschaft gilt es nun vor allem zu eruieren in welchen Sektoren besonderer Lieferbedarf besteht und die Voraussetzungen für einen möglichst freien Handelsverkehr zu schaffen", definiert Hasslacher konkrete Ziele des Aktionsprogramms. (Ne)

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