Sichrovsky: Historikerkommission wird wie erwartet zur "Vertuschungskommission"

Befürchtungen der politischen Einflußnahme durch Wissenschaftler bestätigt

Wien, 2001-01-10 (fpd) - "Die Kritik an der Historikerkommission durch namhafte Wissenschaftler bestätigt letzten Endes die von Beginn an geäußerten Befürchtungen, daß die Arbeit der Kommission unter dem politischen Einfluß der Auftraggeber zu keinem objektiven Ergebnis führen kann", stellte heute der freiheitliche Generalsekretär Mag. Peter Sichrovsky fest. Besonders die Verwicklungen der SPÖ und auch der ÖVP in die Verhinderungen der Rückgabe der arisierten Vermögen hätten wenig Chance von einer Kommission ehrlich und offen aufgearbeitet zu werden, die unter dem politischen Druck der Auftraggeber arbeite.****

Das teilweise problematische Image Österreichs in Bezug auf die ehrliche Aufarbeitung der NS-Zeit ergebe sich unmittelbar durch die unverantwortliche Handhabe dieser historischen Verantwortung durch SPÖ und ÖVP nach dem Ende des Krieges, ist Sichrovsky überzeugt. "Eine unabhängige Historikerkommission hätte die einmalige Chance diesen dunklen Teil der österreichischen Geschichte den Tatsachen entsprechend zu dokumentieren, um so den Vorwürfen aus dem Ausland entgegenzuwirken. Diese Chance wurde mit dieser Kommission vertan und damit auch die einmalige Möglichkeit mehr als 50 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges das Bild Österreichs in der Welt zurechtzurücken", schloß der Generalsekretär. (Schluß)

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