Wir werden Roman Rautner in guter Erinnerung behalten

ÖGB Driemer: Wir haben mit Roman Rautner einen Kämpfer für die Rechte der ArbeitnehmerInnen und einen Freund verloren

Wien (GBH/ÖGB). Der frühere Vorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz, ÖGB-Vizepräsident und Wiener Stadtrat, Roman Rautner, verstarb am 8. Jänner 2001 im 76. Lebensjahr nach langem schweren Leiden, im Hanusch-Krankenhaus. Johann Driemer, der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident, würdigte die Leistungen Rautners als die eines beherzten Kämpfers für die Rechte der ArbeitnehmerInnen und wahren Freund.++++

Roman Rautner wurde am 27.12.1925 in ärmlichen Verhältnissen in Wien als zweites von fünf Kindern geboren. Schon als Dreizehnjähriger mußte er nach dem frühen Tod seines Vaters die Familie erhalten. Roman Rautner arbeitete aushilfsweise in einer Bäckerei und konnte 1940 das Maurerhandwerk erlernen.

Nach der erfolgreich abgelegten Lehrabschlußprüfung wurde er zur Deutschen Wehrmacht eingezogen und geriet schließlich in englische Kriegsgefangenschaft.

Nach seiner Rückkehr aus dieser war er als Maurer unter anderem beim Bau des Tauernkraftwerkes Kaprun, beschäftigt. Im Jahre 1949 wurde er bei der Baufirma PORR AG zum Betriebsrat und 1957 zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt.

Beim Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Bau-Holz 1964 wurde er zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt; 1976 wurde er Geschäftsführender Vorsitzender und im Oktober 1978 zum Vorsitzenden der Gewerkschaft Bau-Holz gewählt. Diese Funktion bekleidete er bis 1986. Von 1979 an war er auch Vizepräsident des ÖGB.

Auch in der Bauarbeiter-Urlaubs-und Abfertigungskasse hat er als Obmann von 1976 bis 1982 Verdienste für die Weiterentwicklung der Rechte der BauarbeiterInnen erworben. Seine internationale Tätigkeit wurde durch die Wahl zum Vizepräsidenten des Internationalen Bundes der Bau- und Holzarbeiter 1979 gekrönt.

Bei seinen zahlreichen politischen Funktionen ist vor allem seine Tätigkeit von 1973 bis 1983 als Wiener Landtagsabgeordneter und Gemeinderat sowie von 1983 bis 1986 als Wiener Stadtrat für Bauwesen, hervorzuheben. In den letzten Jahren, in denen er schon durch seine Krankheit gezeichnet war, wurde es stiller um ihn - die Anliegen der Bau- und HolzarbeiterInnen bestimmten aber noch immer sein Leben. (aw)

ÖGB, 9. Jänner 2001
Nr. 17

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